Scan 110
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1schliesslich ganz darauf verlegte und 1893 seine Werkstatt eröffnete. Er baut nach einem eigenen, Stradivari nachgeahmten Modell, an dem der Mittelbügel mehr an Guarneri erinnert. Auf den Lack legt er wenig Gewicht und verwendet verschiedene Sorten. Auf der Berliner Musikausstellung erhielt er für mehrere Geigen eine silberne Medaille.
3Caressa, Albert. — Paris. Geb. in Nizza 25. December 1866.
4Schüler von Gand und Bernardel. Nachdem er 10 Jahre in dem Geschäfte thätig war, das er 1900 bereits leitete, wurde er am 1. Juli 1901 mit Henri Français zusammen der Nachfolger von Gustave Bernardel. Die Firma lautet jetzt: Caressa & Français, Successeurs de Gustave Bernardel, anciennes maisons Lupot et Gand et Bernardel 4 passage Saulnier à Paris. Er baut nach Lupot und verwendet Gust. Bernardel’s Zettel.
6Carlander. — (Stockholm ?). 1784.
7Seinem Zettel nach ein schwedischer Hofmusiker, der auch Geigen reparirt hat.
9Carlman (?), Jonas. —
10Wird als tüchtiger schwedischer Geigenmacher des 18. Jahrhunderts bezeichnet, der das Stainer-Modell zum Vorbild nahm. Vielleicht hiess er richtig Carlander?
12Carlo, Giuseppe. — Mailand. 1769.
13Auf seinem Zettel war nicht deutlich ersichtlich, ob Carlo nicht der zweite Taufname vor einem fehlenden Familiennamen war. Der Arbeit nach gehört er zu den Meistern vierten Ranges.
15Carlo (gen. Carlo da Pesaro). — Pesaro. 1682.
16Er wird als Geigenmacher mehrfach erwähnt, auch Valdrighi (3702) führt ihn an, doch war es bisher nicht möglich, seine Arbeiten kennen zu lernen.
18Carlomordi, Marco. — 1654.
19Eine Violine »di piccola forma« von ihm zählt der Katalog der Sammlung Correr in Venedig auf. Vidal führt den Namen mit dem Taufnamen Carlo an und setzt als Wohnort Verona. Da er die gleiche Jahreszahl (1654) mittheilt, scheint seine Kenntniss dieses Meisters doch nur auf die kleine Violine der Sammlung Correr zurückzugehen. M. Carlomordi ist jedenfalls identisch mit Marco Calonardi, der in Cremona gelebt haben soll.
21Carlson, C. A., lebte Ende des XIX. Jahrhunderts in Salt Lake City (Utah).
23Carobi. — Brescia.
24Ein Brescianer Lautenmacher des 17. Jahrhunderts.
26Caron. — Versailles. 1775. 1790.
27Er bezeichnet sich als Hoflautenmacher der Königin und wohnte erst in der Rue Royale und dann in der Rue Satory. Er ist zwar kein hervorragender Meister, aber seine Arbeit ist gut; er ahmte italienische Modelle nach; nur sein brauner Lack ist zu dunkel. Eine französische Lira von ihm besitzt Claudius in Malmö, eine zehnsaitige Theorbe mit den Initialen der Königin Maria Antoinette im runden Schallloch das Museum des Pariser Conservatoriums, No. 224.
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