Scan 130
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1arbeitete er bei C. Silvestre in Paris, dann bei Jacquet und erfüllte darauf seine Militärpflicht. Im Jahre 1899 machte er sich in Mirecourt selbstständig und baut hauptsächlich Contrabässe. Er verwendet eine Brandmarke:
3FELIX CLAUDOT.
5Claudot, François. — Dijon. Geb. 10. September 1865 in Mirecourt.
6Enkel von Charles Cl. und Bruder von Félix Cl. Er lernte in Mirecourt bei Darte und ging 1884 zu Gand & Bernardel, bei denen er zwei Jahre blieb. Er musste hierauf seiner Militärpflicht genügen und liess sich am 1. Dez. 1889 in Dijon nieder, wo er jetzt Geigenmacher des Conservatoriums ist. Er baut nach Stradivari, verwendet einen rothen Oellack und besitzt bereits verschiedene Medaillen. Ausser seinem Zettel tragen seine Geigen im Innern auch eine Brandmarke.
8CLAUDOT LUTHIER à DIJON
9L’AN 1898 N° 67
11Claudot, Nicolas. — Mirecourt. Geb. um 1840, † ?
12Sohn von Charles I. Cl. — Der Unbedeutendste der Familie.
14Claudot, Paul. — Mirecourt. Geb. in Mirecourt um 1800, † 1886 bei Paris.
15Sohn und Schüler von Augustin Cl. Seine Geigen sind von gewöhnlicher Arbeit, dagegen zeichnen sich seine Bässe durch guten Ton aus. Er verwandte nur eine Brandmarke.
17Cleinmann s. Kleynmann.
19Clément, Jean Laurent. — Paris. 1783. 1847.
20Er wohnte erst in der Rue Croix des Petits-Champs und dann in der Rue des Bons-Enfants. Er arbeitete sauber nach italienischen Vorbildern und hatte gutes Holz und einen hübschen, dunkelrothbraunen Lack. In der Geschichte des Geigenbaus ist er weniger wegen seiner Arbeiten von Bedeutung, als in seiner Eigenschaft als Lehrmeister einer ganzen Reihe von trefflichen Schülern, unter denen G. Chanot, Augière, Calot, Thomassin u. A. hervorragen. Er machte fortgesetzt allerlei interessante Versuche und verschiedene Erfindungen; so liess er sich u. A. mit L. V. Brouot zusammen im Jahre 1823 ein Patent ausstellen für die Erfindung einer neuen Art von Wirbeln für Geigen und Guitarren und im Jahre 1824 für einen neuen Steg, der die Saiten in gleichmässiger Stimmung erhalten sollte. Einen dreisaitigen Bass von ihm besitzt C. Claudius in Malmö.
22Clementi, Pietro. — Cremona. 1678.
23In einer zweifellos alten italienischen Geige von kleiner Form und gelbem Lack fand sich der folgende Zettel, dessen Alter gleichfalls nicht anzuzweifeln war, wenn auch Bedenken schon durch die Form des Taufnamens „Peter“ und die Bezeichnung „en (sic) Cremona“ nicht zu unterdrücken sind.
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