Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 145

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

30 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 123. See the scan on archive.org.

1Dall’ Aglio, Giuseppe I. — Mantua. 1719 (?). 1775.
2Wenn der nachfolgende Zettel nicht gefälscht ist, was Valdrighi, der ihn mittheilt, für möglich hält, und die Jahreszahl 1719 nicht schlecht gelesen ist, dann hat Gius II. D. A. einen gleichnamigen Vorfahren gehabt, dessen Arbeit allerdings nicht hervorragend war. Ich fand eine Geige mit dem gleichen Zettel und der Jahreszahl 1775.
4Joseph Dalaglio
5fecit in Mantuae (sic) anno 1719
7Dall’ Aglio (Dalaglio), Giuseppe II. — Mantua. 1795. Soll 1840 noch gelebt haben.
8Seine Geigen haben manche Aehnlichkeit mit denen C. Camilli’s, doch nimmt er die Wölbung höher. Der Lack ist gelb, und die F-Löcher sind etwas steil, die Schnecken gewöhnlich in der Form und oft sogar plump. Am besten sind seine Violoncelli.
10Dal Chitarrino s. Petrobono.
12Dall’ Hocha, Gasparo. — Ferrara. 1568.
13Nach Valdrighi (1483) nicht nur ein Lautenmacher, sondern auch als Lautenspieler bekannt.
15Dal Liuto s. Simone.
17Dall’ Oglio, Domenico. — Padua. Geb. nach 1700, † in Narwa 1765.
18Ursprünglich Mechaniker, ging er schon in jungen Jahren zur Musik über und wendete sich nebenbei mit Erfolg dem Geigenbau zu. In seiner Arbeit zeigt sich der paduanische Styl, der auch in Bagatella’s Geigen noch hervortritt, schon deutlich ausgebildet. Es giebt recht gute Geigen und Lauten von ihm, die nur in Bezug auf Holz und Lack nicht ganz entsprechen. Er stand auch als Musiker in Ansehen und wurde als Director des kaiserl. Orchesters nach St. Petersburg berufen. Als er seine Heimath wieder einmal besuchen wollte, starb er auf der Reise.
20Dall’ Ongaro, Ignazio. — Venedig. 1747. 1783.
21Ein Geigenmacher dritten Ranges, der nur selten die guten Eigenthümlichkeiten der venezianischen Schule in seiner Arbeit erkennen lässt. Manchmal schreibt er sich kurzweg Ongara.
23D’ Ambrosio, Antonio. — Neapel. 1820.
24In seiner Arbeit kennzeichnet sich der allmähliche Verfall der Schule von Neapel. Uebrigens scheint er sich auch mehr mit dem Bau von Mandolinen und Guitarren, als mit dem von Geigen beschäftigt zu haben.
26Daniel, ein französischer Lautenmacher, der um 1656 vorkommt.
28Daniel (»Meister Daniel«). — Antwerpen. 1636.
29De Piccolellis, Vidal u. A. erwähnen einen Antwerpener Meister Namens Daniel, der 1636 einen Contrabass für die Sacramentscapelle der Kathedrale gemacht hat. Ein Geigenmacher mit dem Familiennamen Daniel lebte damals nicht in Antwerpen; nur ein Daniel Bader, Orgel- und Clavecinmacher, kommt dort von 1600 an vor; vielleicht ist dieser mit dem »Meister Daniel« identisch.

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