Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 166

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

29 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 144. See the scan on archive.org.

11754), eine Viola d’amore von 1755 das musikhistorische Museum Paul de Wit’s in Leipzig, eine zwölfssaitige Viola d’amore die Sammlung Snoeck. Diese Arbeiten zeigen meist ein mittleres Patron, gelben Lack, flachen Boden und Schnecken (seltener Köpfchen). Der 1794 guillotinierte Kriegscommissar Saint Laurent besass nach Bruni’s Inventaire eine Violine von ihm.
3Doerffel (Dürfel, Dörffell), Joh. Andr. — Altenburg. 1792.
4Otto sagt von ihm, dass er weniger Sorgfalt auf das Aeussere verwendete, aber doch recht gute Instrumente baute und seiner Zeit als einer der besten Bassmacher galt, was auch de Piccolellis wiederholt. Valdrighi gibt dagegen seinen Arbeiten das Prädicat: »ordinarissimo«. Dass ein Dörfel oder Dürfel je in Altenburg ansässig war, liess sich leider actenmässig nicht feststellen. Er ist wahrscheinlich identisch mit Hans Andreas D. in Klingenthal und hat sich nur vorübergehend in Altenburg aufgehalten.
6Dörffel (Dörffler), Johann Friedrich. — (Mark)Neukirchen. 1680. † vor 1701.
7Er stammte nachweisbar aus Klingenthal und ward 1680 Meister in Mark-neukirchen. Dass er vor 1701 gestorben ist, geht daraus hervor, dass in diesem Jahre seine Wittwe eine zweite Ehe mit Joh. Dengel (Tängel) einging.
9Dörffel (Dörffler), Joh. Friedrich. (Mark)Neukirchen. 1704.
10Man weiss nur, dass er »eines Meisters Sohn« war und als Geigenmacher der Innung angehörte. Er war wahrscheinlich ein Sohn des gleichnamigen, vor 1701 verstorbenen Meisters.
12Dörffel (Dörffler), Johann Friedrich. — Klingenthal. 1736. 1749.
13Er war seit 1736 als Geigenmacher Innungsmeister und vielleicht ein Sohn des Neukirchener Meisters, der 1704 vorkommt.
15Dörffel (Dörffler), Johann (Hans) Georg. — (Mark)neukirchen, Klingenthal. 1678. 1716.
16Sohn des Sebastian D. Er kam als Exulant aus Graslitz und wurde 1678 in Neukirchen in die Innung aufgenommen. Er wohnte erst in Schöneck und kommt seit 1697—1716 in Klingenthal als Geigenmacher vor.
18Dörffel (Dörfel), Johann Gottfried. — Klingenthal. 1754. 1765.
19Er galt als tüchtiger Meister und soll auch als Händler von einiger Bedeutung gewesen sein. Auf seinen Zetteln findet sich nur sein Name angegeben.
21Dörffel (Dörffler), Michael. — Graslitz. 1667.
22Nach unglaubwürdigen Angaben hat er in Deutschland das Geigenmachen gelernt. Ihm wird die Begründung der Musikindustrie in Graslitz zugeschrieben, in der er seine Brüder und Söhne unterrichtete.
24Dörffel (Dörffler), Sebastian. — (Mark)Neukirchen. 1688. 1700.
25Seit 1688 als Meister in Neukirchen ansässig, Bruder von Johann Georg D. und angeblich auch sein Schüler. Lebte noch um 1700.
27Döring, Christoph. — Cassel. 1676. 1677.
28In Cassel selbst ist er heute vergessen und urkundlich nicht nachzuweisen. Eine gute Viola da Gamba von ihm besitzt das musikhistorische Museum P. de Wit’s in Leipzig.

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