Scan 172
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
20 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 150. See the scan on archive.org.
1Düren, W. — Bonn a. Rh. 1890. 1900.
2Sohn von W. Düren. Er ist gelernter Geigenmacher, hat sich jetzt aber hauptsächlich auf den Handel verlegt.
4Dürr (Dier), Johann. — Wien. 1813.
5Mitvorsteher der Wiener Lauten- und Geigenmacher-Innung. In der Arbeit kommt er manchmal Dalinger nahe. Ein Anton Dier war 1826 Schätzmeister, doch ist es ungewiss, ob er der Familie Dürr oder Thir angehörte.
7Dürrschmidt, Wilhelm August. — Markneukirchen. Geb. 11. März 1863.
8Wenn er auch einzelne Theile seiner Geigen wie fast alle Markneukirchener von Anderen vorarbeiten lässt, so gehört er doch zu den geschicktesten Meistern seines Wohnorts. Ein Dürrschmidt war auch in Warschau eine Zeit lang ansässig.
10Duff, William. — Dunkeld. Geb. 20. Juni 1810, † 1882 in Pulney Cottage bei Dunkeld.
11Er wurde 1839 Jäger bei der schottischen Adelsfamilie Atholl und machte in seinen freien Stunden viele und recht gute Geigen nach dem Stainer-Modell. Einige Unterweisung mag er von Peter Hardie bekommen haben, mit dem er später bekannt wurde. Seine Geigen sind oft sehr kunstvoll eingelegt, und auch seine Bogen waren gut.
13Duiffopruggar s. Tieffenbrucker.
15Duke, Richard (Vater). — London. 1750. 1780.
16Einer der besten englischen Geigenmacher, der auch ein eigenes Modell, das an das Stainer'sche anklingt, verwendete. Die Wölbung ist hoch, das Patron länglich, Holz und Arbeit sehr sorgfältig und der Ton weich und ansprechend. Weniger geglückt erscheint sein gelber Lack, der manchmal über einer Art Walnussbeize aufgetragen ist. Bei den grösseren Violen ersetzt er gern in der Breite, was er an Länge verkürzt. Auch als Copist hat er sich mehrfach mit Erfolg versucht. Seine Copien nach Stradivari und Amati sind recht gut, weniger genau dagegen die nach Stainer, zu denen ihm wahrscheinlich kein Original vorgelegen hat. Echte Geigen von ihm sind selten zu haben, doch wurde er leider von Stümpern häufig nachgeahmt und seine Zettel gefälscht, so dass Instrumente, die seinen Namen tragen, erst eingehend auf ihre Echtheit hin geprüft werden müssen. Ausser seinen bald geschriebenen, bald gedruckten Zetteln gebrauchte er auch einen Brandstempel mit seinem Namen, dem manchmal noch »London« hinzugefügt wurde. Wenn Vidal die Arbeit Richard Duke's kurzweg als »lutherie inférieure« bezeichnet, so können ihm nur Geigen von der Hand des jüngeren Duke oder die gewöhnlichen Fälschungen vorgelegen haben.
18Duke, Richard (Sohn). — London. Anf. d. XIX. Jahrh.
19Seiner Arbeit nach zweifellos ein Schüler seines Vaters. Er verwendete auch den gleichen Brandstempel, hat aber den Namen Duke sehr in Misscredit gebracht, denn er hatte wenig Talent und kam schliesslich so herunter, dass er mit seinen roh gearbeiteten Geigen als Hausirer sein Leben fristen musste.
Makers on this page
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.