Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 173

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

21 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 151. See the scan on archive.org.

1Dulac (Du Lac), André. — Viviers. XVIII. Jahrh.
2Man kennt nur wenige Arbeiten von ihm, einige Geigen, die etwa an Guersan erinnern. Da er jedoch sorglos in der Wahl des Holzes war und einen schlechten, dunklen Lack gebrauchte, sind seine Werke sehr unansehnlich. Der Ton ist laut, aber nicht edel
4Dulcken, Jean. — Brüssel. 1750, † vor 1763.
5Die Lauten, die mit seinem Namen vorkommen, sind wohl in seiner Werkstatt gemacht, aber schwerlich Werke seiner Hand, da er «facteur de Clavecins» war. Dass er aber alle Sorten von Saiteninstrumenten fertigen liess, das beweist u. A. das Schreiben seiner Wittwe (von 1763), in dem es heisst: «Nous avons eu de tout tems et nous y avons encore des ouvriers en toutes sortes d'instruments»
7Dulfenn, Alexander. — Livorno. 1699. 1700.
8Zwei Geigen, die seinen Zettel enthalten, sehen nicht italienisch aus, sind unkünstlerisch durchgeführt und lassen eher auf einen Dilettanten als einen Geigenmacher schliessen. Auch der Zettel erregt Bedenken.
10Dumenil (Dumesnil?), N. — Paris? 1786.
11Wie Bruni's Inventaire (hrsg. v. Gallay) S. 159 berichtet, wurde während der Schreckensherrschaft dem Marschall d'Ecquevilly eine Violine von N. Dumenil confiscirt. Diesen sonst nicht bekannten Geigenbauer mit Jacques Du Mesnil zu identificiren, verbietet schon, abgesehen von dem Vornamen, die angegebene Jahreszahl.
13Du Mesnil, Jacques. — Paris. 1655. 1660.
14Das beste Werk, das man von ihm kennt, ist die hübsche, mit Elfenbein und Silber eingelegte Tanzmeistergeige, die das Pariser Conservatorium bewahrt. Die F-Löcher zeigen den Stil Amati's, das Holz ist sehr schön und der rothbraune Lack vortrefflich. Am Wirbelkasten ist ein Frauenköpfchen angebracht.
16Duncan, George. — Glasgow. Geb. 17. Jan. 1855 in Kingston-on-Spey.
17Er war zuerst Tischler und eröffnete 1875 in Glasgow seine Werkstatt als Geigenmacher. Er arbeitete nach verschiedenen Modellen und verwandte einen guten Oellack. Seine Geigen sind sehr gut und tadellos gemacht. 1885 erhielt er auf der Inventions Exhibition in London eine goldene Medaille; eine silberne, die er 1886 in Edinburgh zuerkannt erhielt, wies er zurück. 1892 wanderte er nach Amerika aus.
19Duncan, Robert. — Aberdeen. 1740. 1762.
20Er soll ursprünglich Tischler und Holzschnitzer gewesen sein, weshalb auch die Schnecken und die Beiwerke an seinen Geigen leidlich gut aussehen; Arbeit, Holz, Lack und Ton sind sehr gewöhnlich, sein Modell ist hochgewölbt und geht auf Stainer zurück.

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