Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 190

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

28 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 168. See the scan on archive.org.

1Esmenjand, A. — Barcelonette. 1821.
2Nur ein Reparaturzettel giebt Nachricht von seinem Dasein.
4Esposito, Giosue und Giovane leben in Neapel.
6Ethien (Etienne), François. — Orleans. 1804.
7In seiner Arbeit nicht uninteressant. Niedt in Würzburg besitzt ein Violoncello von ihm, 75'/2 cm lang, 34 cm oben, 43 cm unten breit. Die Wölbung ist sehr flach und läuft glatt aus, so dass der Rand nicht erhaben ist. Fischbeineinlage. F-Löcher sehr schön geschnitten, an Stradivari erinnernd. Deckenholz sehr schön, Boden und Zargen dagegen deutsches Ahornholz nach der Schwarte geschnitten. Schön geschnitzter Löwenkopf, gelber Oellack. Auf dem Boden befindet sich an der Stimmseite ein breiter und flacher Bassbalken, so dass die Stimme auf diesem zu stehen kommt. Ton frisch und singend.
9Etienne, Victor. — Cambrai. 1900.
10Er wird als »Luthier« bezeichnet und handelt auch mit Geigen.
12Eulry, Clément. — Mirecourt. Anf. d. XIX. Jahrh.
13Geschickter Mirecourter Meister, der auch hübsch eingelegte Mandolinen machte.
15Eury, Jakob. — Mirecourt. Zweite Hälfte des XVIII. Jahrh.
16Tüchtiger Geigenmacher, vielleicht der Vater des ausgezeichneten Pariser Bogenmachers Eury. Dieser lebte von 1810—1830 in Paris und wohnte in der Rue des Lyonnais St. Jacques No. 20. Seine Bogen tragen die Brandmarke »Eury« und kommen denen von Fr. Tourte sehr nahe.
18Evangelides, Giorgios K. — Athen. Geb. 1860 auf der Insel Cypern.
19Nach einer sechsjährigen Lehr- und Wanderzeit eröffnete er im Jahre 1885 in Athen seine eigene Werkstatt als Geigen-, Mandolinen- und Guitarrenmacher. Seine Geigen sind nach verschiedenen Meistern, seine Guitarren nach französischem und seine Mandolinen nach italienischem und griechischem Modell gemacht; seine Specialität ist eine Lira-Mandoline. Er besitzt mehrere griechische Medaillen.
21Evangelisti s. Vangelisti.
23Evans, Richard. — London. 1742 (auch 1750?).
24Der Zettel fand sich in einem Instrument, das nach Sandys und Forster's Meinung sicher älter war als das angegebene Datum; es könnte aber auch Evans ein älteres Instrument copirt haben.
26Ève, Jacques Charles. — Paris. 1758. 1788.
27Er hatte das Ladenschild »À la fortune« und wohnte 1758 in der Rue S. André des Arts, 1770 in der Rue Culture-Saint-Catharine, 1783 in der Rue Saint-Antoine und 1788 in der Rue Ville-du-Temple No. 101. In seiner ersten Zeit nennt er sich »Marchand Luthier« später kurzweg »Luthier«. Anfangs ist seine Arbeit plump, die Wölbung hoch mit tiefer Hohlkehle, die F-Löcher an Stainer erinnernd, die Schnecke eigenartig und langgezogen. Die Zargen sind hoch und ohne Flammen, die Unterzargen aus einem Stück, der Boden zweiteilig und eng geflammt und der Lack roth. Der Ton seiner Geigen ist immer gut, und später wurde auch die Arbeit sauberer; er wechselte dann auch zwischen

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