Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 195

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

25 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 173. See the scan on archive.org.

1Feilnreiter, Leopold. — Wien. 1888. 1900.
2Nachfolger und wahrscheinlich auch Sohn von Georg F. Er war erst in dem Wiener Vorort Penzing ansässig.
4Feierabend, Leo. — Engelberg (Obwalden). 1848. 1855.
5Ein braver Schweizer Geigenmacher, der hauptsächlich im Ausbessern alter Instrumente tüchtig war.
7Feldlen (Feldten, Felden), Magnus. — Wien. 1656.
8Er war kaiserlicher Hoflautenmacher. Die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien besitzt von ihm eine Viola di Bordone (Baryton, No. 2), oben 6, unten 13 Saiten, die sie 1826 vom Stifte Herzogenburg als Geschenk erhalten hat. Valdrighi führt diesen Meister mit der Jahreszahl 1722 auf. Wenn man nicht annehmen will, dass er ein so hohes Alter erreicht habe, dann müsste ein Lesefehler vorliegen. Andere lassen ihn dagegen schon 1550—1556 gelebt haben.
10Feldt, Thomas. — Wien. 1676.
11Am 30. Juni 1676 erlangte er als Lautenmacher das Wiener Bürgerrecht. Ich halte ihn für einen Sohn von Magnus Feldten (Feldlen).
13Feldtmann, Christian. — Oldenburg i. Gr. 1890.
14Hofcapellmeister, „Ersinder“ einer Geige mit mitklingenden Saiten, die er Cymbalgeige nannte.
16Fendt, Bernhard. — London. Geb. um 1775, angeblich in Innsbruck, † um 1832 in London, 57 Jahre alt.
17Er war ein Neffe des Pariser Fendt und soll den Geigenbau in Tyrol erlernt haben. Er ging dann auf die Wanderschaft, und es ist nicht unmöglich, dass er in Italien, vielleicht auch in Cremona gearbeitet hat, was nicht viel sagen will, da die italienische Schule damals schon ganz in Verfall gerathen war. Nach Anderen soll er schon als siebenjähriger Knabe zu seinem Oheim nach Paris gekommen sein und bei diesem gelernt haben. In den letzten Jahren des 18. Jahrh. kam er nach London und arbeitete von 1798—1809 bei Th. Dodd. Hierauf war er für Betts beschäftigt, und die meisten seiner trefflichen Amati- oder Stradivariocopien tragen Betts’ Namen. Er ist in der Aylesbury Street, Clerkenwell, gestorben und hinterliess vier Söhne, die alle Geigenmacher waren. one of two readings
18Er war ein Neffe des Pariser Fendt und soll den Geigenbau in Tyrol erlernt haben. Er ging dann auf die Wanderschaft, und es ist nicht unmöglich, dass er in Italien, vielleicht auch in Cremona gearbeitet hat, was nicht viel sagen will, da die italienische Schule damals schon ganz in Verfall gerathen war. Nach Anderen soll er schon als siebenjähriger Knabe zu seinem Oheim nach Paris gekommen sein und bei diesem gelernt haben. In den letzten Jahren des 18. Jahrh. kam er nach London und arbeitete von 1798—1809 bei Th. Dodd. Hierauf war er für Betts beschäftigt, und die meisten seiner trefflichen Amati- oder Stradivaricopien tragen Betts’ Namen. Er ist in der Aylesbury Street, Clerkenwell, gestorben und hinterliess vier Söhne, die alle Geigenmacher waren. one of two readings
20Fendt, Bernhard Simon (Simmon). — London. Geb. in London 1800, † 6. März 1852.
21Aeltester Sohn und Schüler von Bernhard F. in der Werkstatt von Betts. Nachdem er seit 1823 für die Nachfolger von Betts gearbeitet hatte, verband er sich mit George Purdy zu der Firma Purdy and Fendt. Er war überaus fleissig und geschickt, aber nicht sonderlich sorgfältig. Wenn er aber wollte, konnte er seine Meisterschaft beweisen; namentlich gelangen ihm seine Copien des grossen Amati-Modells, und noch in seinem letzten Lebensjahre erhielt er auf der Londoner Ausstellung 1851 für ein wundervolles Quartett nach Guarneri den ersten Preis. Seine Bässe baute er nach G. da Salo, sonst aber meist nach Stradivari. Das Holz ist gut gewölbt und der Lack hellroth.
23Fendt, Francis. — London, Liverpool. 1850. 1857.
24Vierter Sohn von Bernhard F. Schüler seines ältesten Bruders Bern. Sim. F.

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