Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 196

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

26 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 174. See the scan on archive.org.

1Er war kein besonders geschickter Geigenmacher, arbeitete eine Zeit lang für die Firma Purdy & Fendt und ging 1856 nach Liverpool, wo er in kümmerlichen Verhältnissen lebte.
3Fendt, François s. Fent.
5Fendt, Jakob. — London. Geb. 1815, † 1849.
6Dritter Sohn von Bernhard F. und Schüler seines ältesten Bruders Bernh. F. Ein sehr talentvoller Geigenmacher, der Stradivari und Lupot mit Erfolg zum Vorbild nahm, leider aber schon frühzeitig starb. Er arbeitete viel für Händler und hatte auch die Leidenschaft, seinen Arbeiten künstlich das Aussehen höheren Alters zu geben.
8Fendt, Martin. — London. Geb. 1812, † 1845.
9Zweiter Sohn und Schüler von Bernard F. Er arbeitete fast ausschliesslich für Arthur Betts, so dass man fast nichts von ihm kennt, doch war er nicht ungeschickt; sein Holz ist gut, der Lack hellbraun.
11Fendt, William. — London. Geb. 1833, † 1852.
12Jüngster (zweiter) Sohn von Bernard Simon F. Schüler und Gehilfe seines Vaters. Da er sehr jung starb, hat er nur sehr wenige Instrumente, darunter aber gute Violen und Bässe, gemacht.
14Fenga, Luigi. — Catania (Sicilien). Geb. 29. Sept. 1866 in Catania. Saiteninstrumentenfabrikant.
15Er erhielt in seiner Jugend eine gelehrte Vorbildung, studirte mit grossem Eifer die Geschichte und Theorie des italienischen Geigenbaus, bereiste durch fünf Jahre Paris, London, Rom und Neapel und begründete dann seine Fabrik in seiner Vaterstadt, die heute etwa 150 Arbeiter beschäftigt und zunächst Guitarren und Mandolinen herstellte. Er führte dann eine Reihe kunstvoller Reparaturen aus und begann seit 1900 mit der Fabrikation von Geigen, für die er ein eigenes Modell »Fenga« aufgestellt hat. Er verwendet einen Lack, dem er unverwüstliche Haltbarkeit und grosses Feuer zuschreibt. Seine Geigen sind in der That sorgfältig aus gutem, altem Holz gebaut und haben einen ansprechenden Ton. Er verlangt für eine 200 und 300 Frcs. und erhielt in Rom 1899 eine goldene, in Paris 1900 eine silberne Medaille.
17Fent, François. — Paris. 1765. 1791.
18Ein wahrscheinlich aus Tyrol eingewanderter Meister. Er wohnte Cul-de-sac Saint Pierre und gilt als einer der geschicktesten Pariser Geigenmacher seiner Zeit, der die Italiener und besonders Stradivari gut studirt hat und trefflich nachzuahmen verstand. Ausgezeichnete Arbeit, prachtvolles Holz, schöner, rothbrauner Lack, der jetzt freilich sehr nachgedunkelt hat und fast schwarz aussieht. Vidal macht darauf aufmerksam, dass gerade Fent’s Instrumente sehr stark vom Wurm angegriffen werden. Der Name wird oft Fendt geschrieben. Er selbst schrieb sich stets Fent und liess gewöhnlich die Jahreszahl fehlen.
20Aluisius Phaenga Catanensis fecit 1900
21LUIGI FENGA-CATANIA (ITALIA)
23Fait par FENT.
24Maître Lutier, rue Montmartre,
25Cul-de-sac Saint Pietre, à Paris.

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