Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 199

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

28 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 177. See the scan on archive.org.

1Févrot. — Lyon. 1779. 1813.
2Die wenigen von ihm bekannten Geigen sind von handwerksmässiger Arbeit. Er scheint jedoch als Reparateur viel beschäftigt gewesen zu sein. Seine Zettel sind geschrieben.
4Feyzeau. — Bordeaux. 1740. 1770.
5Er arbeitete seine Geigen nach einem kleinen, hübsch gewölbten Modell; einzelne davon sind recht gut gemacht. Sein (Spiritus-)Lack ist meist von hellgelber Farbe, der sich bei einigen Instrumenten in grau-braun verändert hat. Ausser Geigen machte er auch Violen, Quintone und Lyren, die ihn gleichfalls als gewandten Meister erkennen lassen. Besonders hübsch in der Form sind die F-Löcher und die Schnecke.
7Fichtel s. Fichtl.
9Fichtholdt, Hanns. — Ingolstadt? 1612.
10Man kennt seinen Namen nur aus Baron's «Untersuchung des Instruments der Lauten»; dort heisst es (Seite 94): «Hannss Fichtholdt, welcher noch Anno 1612 vortreffliche, auf Italiänische Art gearbeitete Lauten gemacht, ist auch nicht zu übergehen, an welchen Ort er aber wohnhaft gewesen, ist mir unbewusst. Seine Arbeit, welche klein-spänicht ist bey denen Instrument Verständigen in grossen Werthe.» — Vgl. auch Fichtoldt.
12Fichtl, Alois Mathias. — Mittenwald. Geb. 1764. 1810.
13In seiner Arbeit macht sich der Niedergang der Mittenwalder Schule bereits bemerkbar. Die Geigen sehen äusserlich noch gut aus, sind innen sorglos gearbeitet und klingen desshalb unedel.
15Fichtl (Fichtel), Gottlieb. — Breslau. 1806. 1820.
16Er dürfte der Mittenwalder Familie angehört haben. Man kennt einige nach Amati hübsch copirte Geigen von ihm. Sein Reparaturzettel findet sich in einer Laute, die angeblich C. Maria v. Weber gehört hat, und in einem Violoncello im schles. Museum für Kunstgew. und Alterthümer.
18Fichtl, Jakob (?). — Füssen. 1670.
19Wenig hervorragender Füssener Lautenmacher. Vielleicht der Vater des Augsburger Meisters und vielleicht auch der Stammvater der Mittenwalder Familie.
21Fichtl, Johann. — Wien. 1716. 1742.
22In den Bürger- und Steuerbüchern kommt er nicht vor; er war vielleicht der Vater oder der Bruder von Martin Matthias F. Eine Viola mit seinem Namen wurde mir 1890 in Wien von einem Händler angeboten.
24Fichtl, Johann Ulrich. — Mittenwald. 1750. 1769.
25Einer der besten Mittenwalder, der das Amati-Modell kannte und gelben Lack verwendete. Seine Geigen sind dick im Holz, und die Arbeit ist sehr gut.
27v. Lütgendorff, Geigen- und Lautenmacher.

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