Scan 201
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Fichtoldt, Michel. — Ingolstadt. 1650. 1651.
2Leider liess sich in der Ingolstädter Registratur nichts über ihn finden. Vielleicht ist er identisch mit dem von Baron gerühmten Hans Fichthold. Auch Michel F. war ein trefflicher Lautenmacher, von dem das städtische Museum in Braunschweig eine schöne Theorbe (No. 59) und die kgl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin eine Pandore von vollendet Arbeit (No. 740) besitzt.
4Mich. Fichtoldt Bürger und Lautenmacher in Ingolstadt 1650
6Michl Fichtoldt lauten Macher in Ingolstat 1651
7geschr.
9Fick, C. — Boitzenburg a. E. 1850. 1859.
10Ein Musiker, der auch einige Geigen machte, die nicht unfleissig gearbeitet sind und gut klingen, aber doch eine ungeübte Hand verrathen.
12C. Fick, Musicus fecit Boitzenburg an der Elbe, op. 2 1850.
13geschr.
15Ficker, August Wilhelm. — Markneukirchen. Geb. 23. Nov. 1855.
16Schüler von Herrman Dölling sen., Sohn des Guitarre-Machers Heinr. Wilh F. († 8. Nov. 1858). Von 1872—1879 Gehilfe bei A. Riechers, gründete 1880 sein eigenes Geschäft in seiner Vaterstadt und verlegt sich besonders auf die Herstellung von Concert-Violinen und Violoncelli, bei denen er in neuerer Zeit auch Boden und Decke nach Dr. Grossmann's System abstimmt. Er arbeitet nach Stradivari und auch nach Amati und Guarneri und verwendet meist Oellack, theilweise jedoch auch Spirituslack.
18Wilhelm Ficker, Fabrikation von Streichinstrumenten Markneukirchen i/S.
20Ficker, Carl Friedrich (gen. Fickerhansel). — Markneukirchen. Geb. 13. Nov. 1783, † 7. Mai 1849 in Markneukirchen.
21Sohn und Schüler von Johann Christian F. und dessen Nachfolger in der Werkstatt. Er war sehr tüchtig, wofür auch der Umstand spricht, dass August Riechers sein Schüler war*). Sein Sohn, der auch Geigenmacher wurde, machte ihm wenig Ehre, dagegen mehr sein Schwiegersohn Carl Gottlob Pfretzschner.
23Ficker, Carl Moritz. — Markneukirchen. Geb. 20. Juni 1849.
24Sohn von Carl Wilh. Aug. F. Ein geschickter, fleissiger Meister. Da er aber viel für den Handel gearbeitet hat, kommen Geigen mit seinem Namen selten vor.
26*) Wenn Riechers seinen Lehrer kurzweg "Hans" Ficker nennt, so machte er diesen Namen aus dem Beinamen und hat sich wohl der richtigen Taufnamen nicht mehr erinnert.
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