Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 203

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

22 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 181. See the scan on archive.org.

1Ficker, Johann Christian III. — (Mark)Neukirchen. Geb. 7. März 1758, † 1. Nov. 1822.
3Seine Geigen sind ziemlich hochgewölbt, wenn auch nicht übermässig. Die F-Löcher sind etwas steif, dagegen sieht die Schnecke mit ihren hübschen, hervorstehenden Ohren und weitspurigen Gängen besser aus. Der Rand ist gewöhnlich recht schmal. Auch er hat seine Arbeiten gerne aus Cremona oder Mittenwald datirt.
5Iohann Christian Ficker, Lauden und Geigenmacher in Neukirchen bey Adorf 1809.
7Iohann Christian Ficker probe violino corr. Cremona
9Ficker, Johann Georg I. — (Mark)Neukirchen. Geb. 1733, † 25. Mai 1772.
11Sohn und Schüler von Hans Caspar F., ward 1752 Meister. Er diente nach einander in der preussischen und sächsichen Armee und erscheint schliesslich in den Urkunden als Geigenmacher und Bürger. Er starb erst 39 Jahre 7 Monate und 19 Tage alt. Seine Geigen kommen selten vor, sind aber leicht ansprechende, vollklingende Instrumente.
13Ficker, Johann Georg II. — (Mark)Neukirchen. Geb. 30. März 1761, † 14. Juni 1801.
15Sohn von Johann Georg I. F. Da er den Vater schon im 11. Lebensjahre verlor, kann er schwerlich dessen Schüler gewesen sein. Trotzdem benutzt er die gleichen Modelle wie dieser.
17Ficker, Johann Gottlob I. — (Mark)Neukirchen. Geb. 1744, † 30. Nov. 1832.
19Sohn von Johann Caspar F., wurde 1764 Meister und gehört zu den besten Geigenmachern des Vogtlandes. Seine Arbeiten zeichnen sich durch gutes Holz, saubere Durchführung und edlen Ton aus. Seine Violinen, die jetzt durchschnittlich 200 Mark und darüber werth sind, waren schon zu seinen Lebzeiten geschätzt; trotzdem fühlte auch er sich veranlasst, wiederholt auf seinen Zetteln bei Unkundigen den Schein zu erwecken, als hätte man es mit Cremoneser Geigen zu thun. Er thut dies in demselben sinnlosen Latein, das für viele seiner Zeitgenossen und Vorgänger typisch ist. Ein Beweis für die Güte seiner Geigen mag es sein, dass ihn Viele wirklich für einen Cremoneser Meister hielten; noch Niederheitmann that dies, wenn er auch zugiebt, dass die Geigen nur wenig der Cremoneser Schule entsprechen. Da er fleissig war und 88 Jahre 4 Monate und 5 Tage alt wurde, kommen seine Geigen noch häufig vor. Er gebrauchte oft eine, übrigens auch von anderen Mitgliedern der Familie in ähnlicher Form verwendete Brandmarke: Δ I * G * F Δ. Die Schreibweise seines Zettel ist sehr schwankend.
21Iohann Gottlob Ficker probe Violino cor- Respont Romani Cremona 1788

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