Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 210

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

17 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 188. See the scan on archive.org.

1Fischer, Gottfried. — Wien. XVIII. oder Anfang des XIX. Jahrh.
2Er wohnte Mariahilf, Hauptstrasse, und machte alle Arten von Musikinstrumenten.
4Fischer, Joh. Sim. s. Vischer.
6Fischer, Johann Ulrich. — Landshut. München. 1720. 1728.
7Tüchtiger deutscher Meister, der u. A. als einer der letzten, noch häufig Nonnengeigen gebaut hat. Seine Violen und Gamben sind von vortrefflicher Arbeit, auch seine Violinen sind zu loben. Um 1728 siedelte er nach München über. Eine Nonnengeige von 1722 besitzt die Sammlung der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, eine ebensolche von 1728 das Museum Kraus in Florenz, eine Violine mit Löwenköpfchen P. de Witt in Leipzig.
9Fischer, Joseph. — Regensburg. Geb 1769, † 22. Juni 1834.
10Er soll aus dem Allgäu stammen und war vermutlich ein Schüler von J. Anton Gedler in Füssen. Er kam 1790 von Wien nach Regensburg, wo er als Nachfolger von Kossler und Widhalm betrachtet werden kann. Er war ein hervorragender Meister und baute nach italienischen Modellen, hauptsächlich nach Stradivari und besass einen wundervollen, gelbbraunen Oellack. Er copirte seine Vorbilder so vorzüglich, dass jetzt viele seiner Instrumente als echt italienische verkauft werden, ausserdem war er ein vom In- und Auslande gleich stark in Anspruch genommener Reparateur. Er war der Lehrer der Brüder Engleder, seiner Neffen und von P. Schulz. Auf vielen seiner Zettel befindet sich in der Mitte ein Doppeladler mit Krone.
12Fischer, Philipp Jakob. — Würzburg. 1715.
13Er soll ein Bruder des Landshuter Meisters ursprünglich auch in Landshut ansässig gewesen sein. Bei de Piccolellis wird er nur als in Landshut ansässig erwähnt. Vermutlich war er der Vater des berühmteren Zacharias F.
15Fischer, Zacharias. — Würzburg. Geb. 5. Nov. 1730, † 27. Nov. 1812.
16Er gehört zu den Geigenmachern, die, wenn auch eine Zeit lang überschätzt, doch durch ihre Arbeit den guten Ruf, den sie besessen, auch heute noch bis zu einem gewissen Grade rechtfertigen. Am besten sind seine Geigen aus den Jahren 1770—1780, deren Ton, wenn auch nicht so edel wie der, der von ihm nachgeahmten Amatischule, immerhin recht voll und kräftig ist. Er studirte seine Vorbilder unablässig und kam ihnen in der Sauberkeit der Arbeit sehr nahe, leider aber gerieth er schliesslich auf Abwege. Im Jahre 1786 machte er bekannt, dass er ein Verfahren erfunden habe, welches es ihm ermögliche, seine neuen Geigen denen des Stradivari und Stainer gleichwerthig zu machen. Dieses Verfahren bestand jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach nur darin, das Holz im

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