Scan 219
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Fredi, Fabio, Cte. — Todi, Rom. Geb. 1845 in Todi, † 18. Januar 1894 in Rom.
2Tüchtiger Geigenmacher und Musiker, der von 1875–1878 in Todi arbeitete und 1879 nach Rom übersiedelt ist.
4Fredi, Cte Rodolfo. — Rom. Geb. 18. Juni 1861 in Todi (Perugia).
5Sohn und Schüler von Fabio Fr. Er eröffnete am 1. Januar 1885 seine eigene Werkstatt in Rom und baute bisher nach 10 verschiedenen Modellen. kam aber zuletzt auf das Stradivari-Modell zurück, das ihm jetzt zum Vorbild dient, ohne dass er dabei die Absicht hat, lediglich Copien zu fertigen. Die für den Handel berechneten Geigen versieht er mit Spirituslack, die besseren dagegen mit Oellack.
7Frédimaure, Joannes Baptista. — Florenz. 1740. 1750.
8Weder die Form des Namens noch die Herkunft dieses Meisters kann als sicher angesehen werden, selbst die Zeit, wann er gelebt hat, müsste erst festgestellt werden. Nach Gallay-Bruni's Inventaire besass die Marquise de Thuisy eine Violine von «Fredimaure» aus dem Jahre 175 (?) (S. 175). Die Geigenhändler Lyon & Healy bieten eine Violine von J. B. Fredrimauer aus dem Jahre 1740 an, in Frankreich befindet sich dagegen eine Violine von guter Arbeit, langes, schmales Modell, hohe Wölbung, grosse F-Löcher, breite Reifchen, goldgelber Lack, schmale kleine Schnecke mit der Jahreszahl 1643. Ich halte die Jahreszahl zwar für falsch gelesen, muss sie aber doch erwähnen, da der Zettel im Uebrigen echt zu sein scheint.
10Freeman s. Hare.
12Freiseisen. — Mittenwald. Anf. d. XIX. Jahrh.
13Ich kannte eine sehr gute Geige, die ein Münchener Hofmusiker besass mit diesem Namen, der mir sonst nicht vorgekommen ist.
15Freund, F. — Neisse. 1841.
16Ist mir nur durch seinen Reparaturzettel bekannt geworden.
18Frey (Frei), Hans. — Nürnberg. 1450. † 21. Nov. 1523.
19Es ist eine unbewiesene, vielleicht unbeweisbare Ueberlieferung, dass Hans Frey einer der besten Lauten- und Violenmacher seiner Zeit war. Als Beruf übte er diese Kunst sicher nicht aus. Er war zugleich ein trefflicher Mechaniker, Physiker und Erfinder, kurz «ein kunstreicher Mann, der in allen Dingen erfahren war. Für Musik hatte er Verstand, für einen guten Harfenschläger war er berühmt» wie Neudörffer von ihm berichtet. Von seinem Leben ist nicht allzuviel Sichereres zu berichten. Er soll in seiner Jugend in Bologna gearbeitet haben und gehörte als der Letzte seines Stammes einer ehrbaren, wenn auch nicht rathsfähigen Familie an. Er war mit der Patrizierstochter Anna Rumlein († 1521) verheirathet und wurde 1496 Genannter des grösseren Raths. Einen Theil seines Ruhms bei der Nachwelt verdankt er dem Umstande, dass Albrecht Dürer sein Schwiegersohn war. Dieser schätzte ihn sehr hoch, und als er seinen Tod in der Hauschronik eintrug, bemerkte er, dass Hans Frey bei sechs Jahren krank war und ein Mann gewesen sei «der auch in der Welt gleich unmöglich Widerwärtigkeit erduldet hat». Es ist gewiss auch kein Zufall, dass Dürer in
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