Scan 225
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Gändl (Gandl), Johann. — Ramsau. 1734.
2Er erscheint schon 1734, als Geigenmacher bezeichnet, in den Kirchenbüchern der Pfarrei Goisern, wohin die Ramsau eingepfarrt ist. Er ist jedenfalls als der Stammvater der Familie anzusehen. Seine Geigen sind sauber gemacht, ohne bemerkenswerthe Eigenschaften.
4Gändl, Joh. Joseph. — Goisern. 1747. 1765.
5Vielleicht ein Sohn von Joh. G. in der Ramsau. Valdrighi führt ihn als Bandl, Josef, in Oiffern an. Seine Arbeit ist recht brav, das Holz oft zu loben, nur die Mensur ist meist unrichtig.
7Johann Gendl Geigenmacher
8Ihn Goisern Anno 1747
9geschr.
11Joannes Josephus Gändl, Lauten- und Geigen-Macher in Goysern Anno 1748.
13Gändl, Michael. — Goisern. 1772. 1780.
14Er wird in den Kirchenbüchern mehrfach erwähnt, auch haben sich noch Arbeiten von ihm erhalten, die, ohne hervorzuragen, recht gut im Tyroler Stil ausgeführt sind.
16Gändl, Paul. — Ramsau. 1779.
17Er wird in den Kirchenbüchern stets als Geigenmacher bezeichnet.
19Gärtner, Eugen. — Stuttgart. Geb. in Stuttgart 10. April 1864.
20Mit 15 Jahren trat er bei A. Sprenger in die Lehre und war da von 1879 bis 1881 thätig, kam 1886—1888 als Gehilfe zu R. E. Simoutre nach Basel und ging dann zu Schünemann nach Schwerin, wo er noch drei Jahre blieb und sich besonders im Bau von Concertgeigen ausbildete. Im März 1891 machte er sich in seiner Vaterstadt selbstständig, gewann bald einen Kundenkreis und wurde 1896 Hoflieferant. Er ist ein geschickter Künstler, dem es nicht schadet, dass er sein Geschäft auch kaufmännisch zu betreiben versteht. Er hat mehrfach Medaillen und Diplome erhalten und verdient Anerkennung, da er sorgfältig arbeitet, schönes, altes Holz nimmt und vorzugsweise Oellack anwendet.
22Gässler, Andreas. — Mittenwald. 1750. 1753.
23Einzelnse seiner Geigen sind recht gut, das Modell entspricht der Mittenwalder Schule.
25Gässler, Michael. — Mittenwald. Geb. 22. Sept. 1750.
26Wahrscheinlich Andres G.'s Sohn. Er soll jung gestorben sein und hat wohl nur wenig Geigen gemacht.
28Gaetano s. Antoniazzi.
30Gaffino, Giuseppe. — Paris. 1734. † vor 1789.
31Ein Italiener, wahrscheinlich aus Piemont, Schüler und später vielleicht Gesellschafter seines Pariser Landsmanns Castagnéri, wenn die Abkürzung: «Cto.», mit Consorto, richtig gedeutet ist, und von 1766 1767 geschworener Meister der Lautenmacherzunft. Sein Geschäft, mit dem ein schwungvoller Instrumenten- und Saitenhandel verknüpft war und das das Schild à la musette de Colin führte, wurde nach 1789 von der Wittwe fortgesetzt. Seine Arbeit hat ganz den französischen Charakter, er verwandte blassrothen oder gelben Lack. Ein Alto von grossem Patron aus dem Jahre 1748 ist im Cons. des Arts et Métiers in Paris. Seine Geschäftskarte lautete:
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