Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 227

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

14 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 205. See the scan on archive.org.

1Gagliano, Antonio II. — Neapel. Geb. nach 1790, † 27. Mai 1860.
2Sohn von Giovanni und Enkel von Nicola. Er arbeitete gemeinsam mit seinem Bruder Raffaele und benutzte auch nach dem Tode desselben die gemeinsamen Zettel, die seine Nachfolger allerdings auch noch weiter verwendeten. Er war nicht mehr hervorragend.
4Gagliano, Gaetano. — Neapel. 1820.
5Nach seiner eigenen Angabe ein Sohn von Giovanni G., dem er in der Arbeit nahe kommt.
7Gagliano, Ferdinando. — Neapel. Geb. 1706 in Neapel, † 1781.
8Aeltester Sohn von Nicola, den er zwar nicht immer erreicht, trotzdem aber noch ein sehr guter Meister. Seine Arbeit ist der von Alessandro G. ähnlich, er ahmt das letzte Stradivari-Modell nach und verwendet einen guten, rothbraunen oder gelben Lack von warmer Farbe. Die Wölbung nimmt er flacher, das Patron aber breiter als sein Vater, auch in der Wahl des Holzes ist er weniger sorgfältig. Am besten gelangen ihm seine Violoncelli. Er soll einen Sohn Namens Giuseppe gehabt haben.
10Ferdinandus Gagliano Filius Nicolai fecit Neap 1760
12Gagliano, Gennaro. — Neapel. Geb. um 1700, † nach 1770.
13Zweiter Sohn und Schüler seines Vaters Alessandro G., dessen Einfluss in seiner Arbeit unverkennbar ist. Er ahmt das Stradivari-Modell nach, nur nimmt er die Wölbung manchmal höher und macht auch die F-Löcher weiter und steiler als sein Vorbild. Seine beste Zeit ist zwischen 1730 und 1750; da er jedoch nur selten Zettel eingeklebt hat und noch seltener die Jahreszahl ausfüllte, ist das Alter seiner Geigen nicht immer leicht zu bestimmen, ja, man hat wegen des seltenen Vorkommens seiner Zettel gewiss mit Unrecht angenommen, dass er nur sehr wenig gearbeitet habe. Was man von ihm kennt, ist trefflich, schönes Holz, prachtvoller orangegelber oder röthlicher Lack und herrlicher Ton. Ein Cello von ihm ist jetzt wenigstens 4000 M. werth, eine aus dem Jahre 1758 stammende Violine von ihm verkaufte Ch. Mahillon um 10 000 Frs. Gennaro G. kommt seinem Bruder Nicola G. vollkommen gleich, übertrifft ihn aber in der Zierlichkeit der Einlagen. Er gebrauchte verschiedene Zettel, auf

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