Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 238

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

27 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 216. See the scan on archive.org.

1Geitner (Geittner), Wilhelm. — Breslau. 1826. † um 1843.
2Der beste Lauten- und Guitarrenmacher jener Zeit in Schlesien. Er hat auch gelegentlich Geigen ausgebessert, schwerlich aber neue gebaut. Eine von ihm wiederhergestellte Laute ist im schles. Museum für Kunstgewerbe und Alterthümer in Breslau zu finden.
4Gelmini, Geminiano. — Ferrara. 1508.
5Ein alter Lautenmacher, den Valdrighi (4179) aufzählt.
7Gelmini, Giovanni. — Brescia. 1857.
8Nur als Erfinder einer Guitarren-Laute erwähnenswerth.
10Gemünder, August Martin Ludwig. — New-York. Geb. 22. März 1814 zu Ingelfingen, † 1. Sept. 1895 in New-York.
11Schüler seines Vaters, arbeitete einige Jahre in verschiedenen deutschen Städten als Gehilfe und begründete 1839 seine eigene Werkstatt in Regensburg, ohne es dort zu etwas zu bringen. Er wanderte daher 1846 nach Amerika aus und liess sich zuerst in Springfield (Mass.) nieder und ging 1860 nach New-York. Hier kam er bald zu grossem Ansehen und galt vielleicht als der beste amerikanische Geigenmacher seiner Zeit. Er war ein geschickter, freilich auch von sich sehr überzeugter Copist und arbeitete nach Stradivari, Guarneri und Maggini. Das Holz ist gut gewählt, der Lack goldgelb bis dunkelroth. Auf der Wiener Weltausstellung 1873 hatte er eine Geige ausgestellt die er „Kaiser-geige“ taufte und für die er 10 000 Dollars verlangte. Wenn der Preis auch allzu hoch gegriffen war, so war die Geige doch so gut, dass vielfach behauptet wurde, Gemünder habe eine echte alte Geige einfach mit seinem Namen versehen. Die echt amerikanische Reclame, die er betrieb, hat seinem Ruf in Europa jedenfalls mehr geschadet als genützt. Er veröffentlichte auch eine Selbstbiographie. one of two readings
12Schüler seines Vaters, arbeitete einige Jahre in verschiedenen deutschen Städten als Gehilfe und begründete 1839 seine eigene Werkstatt in Regensburg, ohne es dort zu etwas zu bringen. Er wanderte daher 1846 nach Amerika aus und liess sich zuerst in Springfield (Mass.) nieder und ging 1860 nach New-York. Hier kam er bald zu grossem Ansehen und galt vielleicht als der beste amerikanische Geigenmacher seiner Zeit. Er war ein geschickter, freilich auch von sich sehr überzeugter Copist und arbeitete nach Stradivari, Guarneri und Maggini. Das Holz ist gut gewählt, der Lack goldgelb bis dunkelroth. Auf der Wiener Weltausstellung 1873 hatte er eine Geige ausgestellt die er „Kaiser-geige“ taufte und für die er 10 000 Dollars verlangte. Wenn der Preis auch allzuhoch gegriffen war, so war die Geige doch so gut, dass vielfach behauptet wurde, Gemünder habe eine echte alte Geige einfach mit seinem Namen versehen. Die echt amerikanische Reclame, die er betrieb, hat seinem Ruf in Europa jedenfalls mehr geschadet als genützt. Er veröffentlichte auch eine Selbstbiographie. one of two readings
14Gemünder, August & Sons. — New-York.
15Geigenmacherfirma der Gegenwart, deren Inhaber jetzt sind: August M. G. (geb. 4. Mai 1862 in New-York) und Rudolf G. (geb. 9. Febr. 1865). Die Firma giebt seit 1892 die Zeitschrift „The violin-world“ heraus.
17Gemünder, Georg. — Astoria. Boston. New-York. Geb. 1816 in Ingelfingen, † 15. Jan. 1899.
18Sohn von Joh. G., bei dem er auch gelernt hat. Später kam er zu Vuillaume in Paris. 1849 wanderte er nach Amerika aus und verstand es, durch gute Arbeit Anerkennung zu finden. Auch er machte gern laut Reclame und veröffentlichte 1883 gelegentlich der Weltausstellung in Amsterdam eine Brochure „George Gemünder's Progress in Violinmaking“.
20Gemünder, Johann (Georg Heinrich). — Ingelfingen (Württemberg). Geb. 1782, † 1836.
21Ein kleiner Geigenmacher, der (angeblich) viel für das fürstl. Hohenlohe’sche Haus gearbeitet haben soll. Vater von August und Georg Gemünder. Nach den Erzählungen des Ersteren scheint er jedoch ohne künstlerisches Verständnis gewesen zu sein. one of two readings
22Ein kleiner Geigenmacher, der (angeblich) viel für das fürstl. Hohenlohe’sche Haus gearbeitet haben soll. Vater von August und Georg Gemünder. Nach den Erzählungen des Ersten scheint er jedoch ohne künstlerisches Verständniss gewesen zu sein. one of two readings
24Gennaro s. Fabbricatore (auch Vinaccia).
25Genouel, lebt als „Luthier“ in Laval (Dep. Mayenne).
26Génovése, A., lebt seit 1885 als „Luthier“ in Lille.

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