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Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Gentile, Michele. — Lucca. 1883.
2Unbedeutender Geigenmacher aus dem letzten Drittel des 19. Jahrh.
4Georg, Hans. — (Mark)Neukirchen. 1678. 1682.
5Er kommt zwar urkundlich als Geigenmacher vor, ist aber im Kirchenbuche nicht zu finden. Möglicherweise hat man es hier nur mit dem Taufnamen eines Meisters zu thun.
7Georgi s. Giorgi.
9Geraldi, Hieronymus s. Gerolamo Virchi.
11Gerani (Garani), N. — Neapel. 1790. 1830.
12Die Arbeit ist gewöhnlich, aber gut, der Lack von gelber Farbe.
14Gerani. — Turin. 1750.
15Eine sehr gute Geige mit diesem Namen wurde kürzlich in London um 30 £ ausgeboten.
17Gerani, Paolo. — Cremona. 1614.
18Manche wollen den Namen «Gerans» lesen. Er gehört zu den unbekanntesten Cremonesern.
20Gerlach, Johann Christian. — Hamburg. 1744.
21Man kennt bisher nur Klaviere von ihm. Er erwarb am 24. Januar 1744 das Bürgerrecht als «Instrumentenmacher».
23Gerle (Gerla), Conrad. — Nürnberg. Blühte um 1460, † 4. Dec. 1521.
24Ein berühmter Lautenmacher, dessen Lauten ausdrücklich als «deutsche Lauten» berühmt waren. Vgl. J. Neudörffer's Nachrichten und den noch immer werthvollen Aufsatz von J. K. S. Kiefhaber in der Allg. Musik-Zeitung, Leipzig 1816, S. 309 ff. In «Norischer Christen Freydhöfe Gedächtniss etc.» Nürnberg 1682 Bd. 2 S. 2 ist bei Grabstein No. 11 (bei St. Rochus, rechts von der Thür am Eingang) die Inschrift seines Epitaphiums verzeichnet: «Anno 1521 an St. Barbara Abend starb der Erbar Mann Conrad Gerl Lautenmacher dem GOtt gnädig sey. Amen.» Er besass ein Haus in der Breitengasse und hinterliess nach seinem Tode eine Wittwe Walburg und mehrere unmündige Kinder.
26Gerle, Georg. — Innsbruck. XVI./XVII. Jahrh.
27Eine Laute von ihm befindet sich in den kunsthistorischen Sammlungen des A. H. Kaiserhauses in Wien, Burgring 5 (Inv. No. 4075). Da diese Laute schon im alten Inventar von 1596 erwähnt wird, kann Georg Gerle nicht im 18. Jahrhundert gelebt haben, wie vermutet wurde. Diese Laute ist eirund; der Rücken besteht aus 11 Elfenbeinrippen. Griffbrett 240 mm lang, 40–54 mm breit, 5 Doppelsaiten und 1 einfache Saite; Länge des Corpus 450 mm, im Inneren die gedruckte Zettelinschrift:
29«Georg Gerle Fürstlicher Durchleuchtigkeit Chalkandt zu Ynnsprugg»
31Gerle, Hanns. — Nürnberg. Geb. um 1505, † 1599.
32Sohn von Conrad Gerle. Berühmter Lauten- und Geigenmacher, der auch als Lautenist, Geiger und Sänger sehr geschätzt war. Seine Instrumente galten als die besten seiner Zeit und hatten noch im 17. Jahrhundert eine, man kann sagen, europäische Berühmtheit. In Neudörffer's Nachrichten wird er gewürdigt, 1532 erschien sein Portrait, im gleichen Jahre gab er heraus: «Musica Teutsch auf die Instrument der grossen und kleinen Geygen, auch Lauthen etc. durch Hans Gerle lutinist zu Nurenberg ausgangen» (2. Aufl. 1546 «Musica u. Tabu-
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