Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 243

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

26 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 221. See the scan on archive.org.

1Gilbert, Nicolas Louis. — Metz. 1701. 1706.
2Ein geschickter Violenmacher, von dem 1878 in Paris eine hübsche fünfsaitige Viola ausgestellt war.
4Gilbert, Simon. — Metz. 1730. 1767.
5Vielleicht der Sohn von Nic. Louis G. Er war Mitglied des Domorchesters in Metz und ein fleissiger Geigenmacher, dessen Instrumente jedoch nicht hervorragen. Ein Quinton von 1744 befindet sich in der Sammlung Sax, ein Aehnliches von 1749 besass Loup.
7SIMON GILBERT, Luthier, Musicien de la Cathedrale. A Metz. 1754
9Gilchrist, James. — Rothesay. Glasgow. Geb. in Rothesay 1832, † 1894 in Glasgow.
10Er begann seine Laufbahn als Metallarbeiter und Mechaniker und fertigte alle Arten der feinsten wissenschaftlichen Instrumente an. Mit einem gründlichen Wissen verband er eine ausserordentliche Handgeschicklichkeit, ausserdem besass er eine prächtige Tenorstimme und ein feines Gehör. Erst spät, um 1880, wandte er sich dem Geigenbau zu, aber dann mit solchem Eifer und solcher Begeisterung, dass er es bald dahin brachte, dass ihm seine Verehrer den Namen des schottischen Stradivarius gaben. Er verwendete ausgezeichnetes Holz und berechnete die Stärkenverhältnisse von Decke und Boden nach seinen eigenen mathematischen Grundsätzen und stellte 50 Ausmessungen fest, um eine richtige und genaue Eintheilung der Decke in Bezug auf Bassbalken, Stimme und Steg zu erzielen. Er gab auf alle Kleinigkeiten Acht und fütterte sogar die Wirbellöcher der Schnecke nach einem eigenen System. Er machte im Ganzen 86 Violinen, Violen und Violoncelli und liess keine fremde Hand an seine Arbeit kommen, sogar die Werkzeuge, mit denen er arbeitete, fertigte er sich selbst an und verbesserte die gebräuchlichen und erfand neue dazu. Seine Geigen wurden schon zu seinen Lebzeiten hoch bewerthet und er erhielt für ein Quartett 3000 Mark. Professor J. Bell Pettigrew, dem er auch die Modelle zu dessen Untersuchungen des Vogelflugs construirt hatte, besitzt eine Sammlung von Gilchrist'scher Geigen. Trotz alledem ist er zu keinem Vermögen gekommen, und seine Frau pflegte zu sagen: 'Machen kann er Alles — nur kein Geld.' Er war ein durchaus origineller Mann und ein erfinderischer Kopf, wie man wenige kennt.
12James Gilchrist
13Rothesay, 1881
15Gilkes, Samuel. — London. Geb. 1787 in Morton Pinkney (Northamptonshire), † Nov. 1827 in London.
16Schüler von Charles Harris sen.; arbeitete bei William III. Forster und eröffnete 1810 seine eigene Werkstatt. Er arbeitete im Stile von Harris nach dem Amati-Modell recht sauber und verwendete einen guten Lack. Er wurde auch von Händlern viel beschäftigt. Seine Geigen und Violoncelli sind heute sehr gesucht.
18Samuel Gilkes
19fecit London 1812
21Gilkes
22from Forster's
23Violin and Violoncello Maker
2434, James Street Buckingham Gate
25Westminster.

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