Scan 247
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Gläsel, Johann Ludwig (»Ludwig Glaesel sen.«). Geb. um 1815, † nach 1890.
2Er wurde 1838 Meister und war hauptsächlich Bassmacher.
3Gläsel, Karl. Geb. 1810, † 1850.
4Gläsel, Ludwig (»Ludwig Gläsel jr.«). Geb. 1842.
5Enkel von Karl Wilhelm Gl. Schüler seines Vaters, von 1863—1865 arbeitete er als Gehilfe bei Grimm in Berlin, bei dem er seine Ausbildung in künstlerischer Richtung abschliessen konnte. Im Jahre 1867 machte er sich in Markneukirchen selbstständig und arbeitete zunächst wie die meisten Markneukirchner für die dortigen Handelshäuser. Im Jahre 1882 begründete er mit Herwig ein eigenes Musikinstrumentengeschäft, das ihm ermöglichte, seine Geigen unter eigener Firma auf den Markt zu bringen. Von 1890 an arbeitet er unter der Firma Ludwig Glaesel jr. Er gehört zu den besten Markneukirchener Meistern, arbeitet sehr sauber nach Stradivari, fertigt besonders getreue Copien der Geige Joachims an. Er verwendet schönes altes Holz und besitzt auch einen leuchtenden, schönen Oellack. Auch seine Wiederherstellungen alter Geigen sind lobenswerth. Er ist u. A. der Verfasser mehrerer sehr lesenswerther Brochüren, wie z. B. »Deutsch-Cremona, oder die Entstehung der vogtländ. Musikinstrumenten-Industrie etc.« und »Der internationale Geigenschwindel und die Errungenschaften im Geigenbau des 19. Jahrhunderts«. Seit 1900 gebraucht er den Zettel:
6Gläsel, Moritz (genannt Wiener).
7Sohn von Carl Aug. Gl. Er besitzt das bedeutendste Lager alter Geigen in Markneukirchen.
8Gläsel, Otto, lebt als Geigenmacher in Siebenbrunn i. S.
9Glandenberg, Heinrich Wilhelm. — Leipzig. 1740.
10Arbeiten von ihm kenne ich nicht, P. de Wit veröffentlicht seinen Zettel:
11Glass, Carl Friedrich (August). — Klingenthal. 1791.
12Seine Geigen, die im Werth denen der Familie Hopf gleich stehen, unterscheiden sich durch höhere Wölbung von diesen.
13Glass (Claass) Christian. — Klingenthal. 1740. 1742.
14Soweit bis jetzt bekannt, der Stammvater der Familie.
15Glass, Christian Fried. — Klingenthal. 1815.
16Sohn und Schüler von Christian Gl. Er war der Schwiegersohn eines Bergmanns, der sich 1799 auf das Bogenmachen verlegte und in Klingenthal die ersten Bogen machte. Glass wurde sein Schüler und vervollkommnete sich dann später noch, so dass er als der Begründer der Bogenmacherei in Klingenthal angesehen werden kann. Brandmarke: Chr. F. Glass.
17Glass, Friedrich August. — Klingenthal. 1840. 1855.
18Wahrscheinlich ein Sohn von C. Friedr. August Gl. Ein geschickter Geigenbauer, der in London für seine Arbeiten die goldene Medaille erhielt. Geigen von ihm werden u. A. im Grünen Gewölbe in Dresden aufbewahrt. Er v. Lütgendörff, Geigen- und Lautenmacher.
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- Gläsel, Johann Ludwig (»Ludwig Glaesel sen.«)
- Gläsel, Karl
- Gläsel, Ludwig (»Ludwig Gläsel jr.«)
- Gläsel, Moritz (genannt Wiener)
- Gläsel, Otto
- Glandenberg, Heinrich Wilhelm
- Glass, Carl Friedrich (August)
- Glass, Christian Fried
- Glass, Friedrich August
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