Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 250

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

25 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 228. See the scan on archive.org.

1Gobetti, Francesco. — Venedig. 1690. 1732.
2Nach seiner Arbeit gehört er zur Cremoneser Schule, Viele machen ihn sogar zu einem persönlichen Schüler Stradivari's. Er ist nächst Montagnano und Serafino Santo der bedeutendste Venetianer Geigenmacher. Als seine Arbeitszeit wird gewöhnlich der Zeitraum von 1690—1725 angegeben; ich halte die Zahlen für ungenau, da mir Geigen mit einem vor dem 18. Jahrhundert liegenden Datum von Gobetti nie vorgekommen sind; im Stifte St. Florian in Oberösterreich befindet sich dagegen eine Violine von ihm, auf der die Jahreszahl 1761 zu lesen ist, — wenn die 6 nicht als 0 gelesen werden muss. — Seine Geigen, von breitem, flachgewölbtem Patron, erinnern an frühe Arbeiten Stradivari's und halten zwischen dem Stradivari- und Amati-Modell die Mitte, doch wusste er dabei seinen Violinen durchaus den Stempel seiner Eigenart aufzudrücken. Er verwandte sehr schönes Holz, war sorgfältig in der Arbeit, seine F-Löcher sind denen Ruggeri's ähnlich, weniger gelungen ist ihm der Schwung der Schnecke. Sein Lack, der ursprünglich ganz roth gewesen sein muss, erscheint jetzt von klarer, blassrother Farbe. Eine besonders schöne Geige von ihm befand sich in der Sammlung Wilmotte in Antwerpen.
4Franciscus Gobettus
5Venetijs Fecit Anno 17..
7Francesco Gobetti
8in Venezia 17(o)1
10Franciscus Gobetti
11Fecit Venetiis, 1711
13Gobit s. Gobetti.
14Goebler, Johann Caspar. — Breslau. XVIII. Jahrh.
15Vielleicht ein Schüler von Rauch, doch sind seine Geigen weniger hoch gewölbt. Sein Lack ist röthlichbraun und dunkel.
17Göthel, Gottfried. — Borstendorf. Mitte des XVIII. Jahrh.
18Sein Modell geht auf Stainer zurück, ist aber nicht schön, der Lack glanzlos und das Holz nicht sorgfältig gewählt, der Ton aber manchmal nicht schlecht.
20Götz, C. A. jun. — Wernitzgrün. 1880. 1901.
21Im Jahre 1880 begründete Fabrik. Export aller Muskinstrumente, Saitenspinnerei etc. Filiale in Berlin. Inhaber ist Conrad Götz.
23Goetz (Götz), Johann. — Wien. 1819. 1827.
24Er wohnte Stadt No. 62 und legte am 2. April 1819 den Bürgereid als „Geigen- und Lautenmacher“ ab.

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