Scan 251
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
33 lines. Read by computer on 3 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 229. See the scan on archive.org.
1Götz, Johann Michael I. — (Mark)Neukirchen. 1730. † 27. Oct. 1778.
2Er war eigentlich Tischler und betrieb das Geigenmachen nur nebenbei.
4Götz, Johann Michael II. — (Mark)Neukirchen. Geb. 1735, † 14. März 1813.
5Sohn von Joh. Mich. I. G. und, wie dieser, gelernter Tischler. Er scheint aber auch eine gute Schule als Geigenmacher durchgemacht zu haben und war jedenfalls geschickter als Viele seiner Zeitgenossen im Vogtlande. Sein Holz ist gut gewählt, nur etwas zu dünn ausgearbeitet. Decke und Balken sind fast immer aus einem Stück. Seinen Zettel klebte er gewöhnlich im Innern der Zargen an.
7Götz. — (Mark)Neukirchen. 1820.
8Sohn von Joh. Michael II. G. Da er noch 1820 auf Crasselt’s Chronik subscrivirte, muss er damals noch gelebt haben. one of two readings
9Sohn von Joh. Michael II. G. Da er noch 1820 auf Crasselt’s Chronik subscribirt, muss er damals noch gelebt haben. one of two readings
11Götz, Josef, lebt als Geigenmacher in Steingrub b. E.
12Götz, Ludwig, lebt in Fleissen.
14Gözel (Götzl), Georg. — (Mark)Neukirchen. Geb. in Wernitzgrün um 1740, † ?.
15Sohn des Joh. (Hans) Conr. G. Seit 1761 in Neukirchen ansässig.
17Gözel (Götzl). — Wernitzgrün.
18Zwei Geigenmacher dieses Namens kommen vor; 1746 ein Johann Conrad G. und 1747 sein Sohn Johann Wilhelm G.
20Gözel (Götzl), Johann Gottfried. — (Mark)Neukirchen. 1677.
21Der Stammvater der Familie, der aus Graslitz nach Neukirchen übersiedelte.
23Götzl, Josef Christof, lebt als Geigenmacher in Wien.
25Gofriller, Antonio. — Venedig. 1730.
26Er wird zwar mehrfach erwähnt, doch gelang es mir nicht, irgend ein Instrument von ihm zu erfragen.
28Gofriller, Francesco. — Venedig. Udine. 1690. 1740.
29Bruder von Matteo G. Da er hauptsächlich als Mitarbeiter seines Bruders thätig war, sind selbstständig ausgeführte Geigen von ihm sehr selten, die wenigen aber sehr gut, und gelbbraun lackirt.
31Gofriller (Goffriller, auch Gafriller), Matteo. — Venedig. 1690. 1742.
32Wahrscheinlich ein Tyroler aus Lajen, der wohl auch in seiner Heimath gelernt hat, weshalb seine Geigen in der Wölbung auch mehr an die Tyroler als an die italienische Schule erinnern. Seine Arbeit ist musterhaft, nur in der Wahl des Holzes ist er nicht immer sorgfältig, neben schönen, feinjährigen Decken kommen auch recht unschöne vor, der Boden ist meist nach der Schwarte geschnitten, bei seinen Violoncelli oft nur aus Pappelholz. Die F-Löcher sind gut, die Schnecke tief und schwungvoll gestochen. Besonders schön ist sein rother, rothbrauner oder gelbbrauner Lack. Der Ton ist sehr edel, so dass manche Händler, die wenig Verständniss haben, Geigen von ihm für Werke von Stradivari ausgeben wollen, was bei der auffälligen Verschiedenheit des Modells kaum zu verstehen ist; begreiflicher ist es dagegen, dass seine Violoncelli für Arbeiten Bergonzi’s verkauft werden können. Werke von ihm sind in verschiedenen
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- Götz, Johann Michael I.
- Götz, Johann Michael II.
- Götz, Josef
- Götz, Ludwig
- Gözel, Georg
- Gözel, Johann Gottfried
- Gofriller, Antonio
- Gofriller, Francesco
- Gofriller, Matteo
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