Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 255

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

31 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 233. See the scan on archive.org.

1Goulding. — London. 1790. 1800.
2Geschätzter englischer Geigenmacher vom Ende des 18. Jahrhunderts, dessen Violinen im Handel durchschnittlich mit 100—200 M. bewerthet werden. Der Lack ist dunkelroth oder braun.
4Gouvernari, Antonio. — Cremona. 1600. 1601.
5Einer der geschicktesten älteren Cremoneser. Er arbeitete nach einem länglichen Modell mit mittelhoher Wölbung, der Lack ist dünn und olivengelb. Die F-Löcher erinnern an Nic. Amati, sind aber länger und schwungvoller. Die scharfkantige Schnecke ist sehr schön.
7Grabensee, T. K. (nach Anderen: T. G., auch J. A.). — Düsseldorf. 1818. 1861.
8Es war mir unmöglich, etwas über einen Geigenmacher dieses Namens zu ermitteln, obwohl er in verschiedenen Schriften erwähnt wird. — Ich bin daher geneigt, den Namen für apogryph zu halten. Er ist vielleicht durch Missverständniss eines Zettels von Tacke, der in der Grabenstrasse in Düsseldorf wohnte, entstanden. Sowohl Tacke als der sog. Grabensee sind nur durch Reparaturzettel bekannt.
10Gracio, Joao Pedro, ein portugiesischer Mandolinenmacher, der (1895) in Lissabon lebte.
12Grado, Gaetano da. — Neapel.
13In einigen Guitarren findet sich sein Name ohne Jahreszahl.
15Gräbner.
16Eine Familie in Grossbreitenbach, von der sich mehrere Mitglieder im Nebenberuf auch mit der Geigenmacherei beschäftigten.
18Gragnani, Antonio. — Livorno. 1741, soll 1800 noch gelebt haben.
19Kein grosser Meister, aber doch der beste aus seiner Familie. Seine Arbeiten zeichnen sich mehr durch ihren weichen, guten Ton als durch schöne Ausführung aus. Sein goldgelber, oft nachgedunkelter Lack ist dagegen recht gut. Er verwendete gedruckte und geschriebene Zettel, auf den gedruckten findet sich neben dem Wortlaut oft noch eine Erdkugel und ein Kreuz, ausserdem findet man auch noch die Buchstaben A. G. als Brandmarke. Eine fünfsaitige Viola von ihm war im South Kens. Museum 1872 ausgestellt. Eine Violine und eine Viola von ihm (von 1791) befindet sich im Museum Kraus in Florenz.
21Gragnani, Gennaro. — Livorno. 1730.
22Vielleicht der Vater Antonio's. In seinen Violen wendet er oft noch alterthümliche Formen an.
24Gragnani, Onorato. — Livorno. 1785.
25Sohn von Antonio G., den er, ohne besondere Begabung, nachahmte.
27Graill s. Craile.
29Grain, Ernst. — Grünberg i. Schl. 1874, † um 1895.
30Ein Schuhmacher, der als Pfuscher Geigenreparaturen ausführte. Da er seine Geigen häufig mit Reparaturzetteln versah, muss er hier erwähnt werden.

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