Scan 257
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
31 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 235. See the scan on archive.org.
1und kräftig. Anfangs scheint er sich in Ferrara niedergelassen zu haben, kehrte aber später doch nach Mailand zurück. Für seine besten Arbeiten werden jetzt 2500 M. bezahlt.
3Grancino, Gio Batt. II. — Mailand. — 1697. 1705.
4Aelterer Sohn von Giovanni II. Er arbeitete meist mit seinem Bruder Francesco Gr. zusammen. Beide setzten das väterliche Geschäft fort. Am Besten gelangen ihnen Violoncelli und Bässe. Ihre Arbeit ist wenig sorgfältig und ihr Lack ziemlich nachgedunkelt.
6Gio. & Francesco fratelli de Grancini, in Contrada Larga di Milano 1697
8Gio Battista & Francesco fra. Grancini In contrada larga di Milano 17
10Grancino, Gramino. — Mailand. 1722.
11Pfarrer M. Müller in Oberlahnstein besitzt eine zweifellos echt italienische Violine mit einem geschriebenen Zettel, wobei er den Taufnamen Gramino liest. Der Ton ist ausserordentlich edel und gesangreich, die Wölbung von mittlerer Höhe. Der Lack auf dem Boden gelb, auf der Decke gelbbräunlich, die Schnecke schwungvoll mit breiter Stirne. Dieses Mitglied der Familie, das die gleiche Adresse angibt, wie fast alle Uebrigen, ist sonst nicht bekannt.
13Gramino Granzino in contrada Larga di Milano 1722
15Grancino, Paolo. — Mailand. 1665. 1692.
16Aus Nicola Amati’s Schule hervorgegangen, die er sein Leben lang nicht verleugnete. Von der sklavischen Nachahmung seines Meisters befreite er sich erst sehr spät, weshalb sicher eine grosse Zahl seiner besten Arbeiten von Händlern mit Amatizetteln versehen worden ist. An der originellen längeren Schnecke kann seine Arbeit übrigens leicht erkannt werden. Sein Holz ist nicht immer schön, manchmal nimmt er zu Boden und Zargen nur Pappelholz, dagegen ist sein gelber Lack recht gut. In seinen Bratschen übertrifft er Amati fast immer. Arbeiten von ihm besitzt das Museum Kraus in Florenz.
18Grandadam. — Mirecourt. 1822.
19Sehr guter Bogenmacher, Vater von Adam (s. d).
21Grand-Gérard. — Mirecourt. 1771. 1819.
22Seine Arbeit ist etwa mit der D. Hopf’s gleichwerthig. Das Holz ist mittelmässig und sein glanzloser Lack von gelber oder brauner Farbe. Er bezeichnete seine Geigen nur durch Aufdrücken eines Brandstempels mit seinem Namen ohne Datum. Auf der Wiener Musikausstellung befand sich eine Geige von ihm mit der Abbildung einer Kirche auf der Aussenseite des Bodens. Im Katalog (S. 16) wird die Geige für engl. Arbeit(!) ausgegeben.
24Grandi, Luigi, lebte um 1874 als Geigenmacher in Pisa.
26Grandini, Geronimo. — Mirecourt.
27Dem Namen nach müsste man auf einen Italiener schliessen, wahrscheinlicher aber hiess er richtig Grandin oder ähnlich und hat den Namen nur italienisirt, um seine Geigen verkäuflicher zu machen.
29Grandjon. — Amsterdam. 1847. 1850.
30Ein Geigenmacher aus Mirecourt, Schwager von L. Bernardel, dessen Geschäft er auf Betreiben der Wittwe 1847 übernahm, aber nicht auf der früheren Höhe halten konnte.
Makers on this page
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.