Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 262

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

21 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 240. See the scan on archive.org.

1Grossi, Giuseppe. — Bologna. 1803.
2Seine Arbeiten lassen nur noch wenig merken, dass sie in Italien entstanden sind.
4Grossmann, Dr. Max. — Friedrichsfelde b. Berlin.
5Es ist durchaus wahrscheinlich, dass die alten Meister des Geigenbaus über die physikalischen Gesetze besser unterrichtet waren, als man gemeiniglich glaubt und dass die schliesslich von ihnen festgestellte Form der Geige eine Folge wissenschaftlicher Erwägungen war. Dass wissenschaftliche Ergebnisse in früheren Zeiten häufig als Geheimniss von den wenigen Wissenden gehütet wurden, kann auch nicht bestritten werden und so darf man den ein Jahrhundert alten Glauben, dass die Cremoneser ein Geheimniss besessen und mit ins Grab genommen haben, nicht ohne weiteres von der Hand weisen. Ist es doch trotz aller Versuche der besten Geigenmacher des 19. Jahrhunderts keinem gelungen, Stradivari oder Guarneri auch nur zu erreichen, geschweige denn, sie zu übertreffen. Das zu vermutende Geheimniss zu lüften, haben sich bereits zahlreiche Geigenmacher und Physiker bemüht und zu einem interessanten Ergebniss ist Dr. Grossmann gekommen, der dieses in einer kleinen Schrift unter dem Titel: "Es giebt doch ein Geheimniss der alten italienischen Geigenbauer" veröffentlichte und das in der Forderung besteht, dass Boden und Decke in einem einfachen Schwingungsverhältniss zu einander stehen müssen. Dieses Verhältniss fand er in der höheren reinen Quarte oder Quinte. Bei annähernd gleicher Stärke stehen die Eigentöne von Fichten- und Ahornholz in diesem Verhältniss, woraus sich die Wahl gerade dieser Holzsorten zum Geigenbau erklären liesse. Dr. Grossmann führte seine Theorie noch weiter aus in einem Aufsatz der Berliner Mus.-Instr.-Ztg. vom 16. Juli (1897/98) No. 41. Auf seine Ideen gingen verschiedene Geigenmacher mit bestem Erfolge ein, so auch die Markneukirchner Firma C. G. Schuster jun.
7Grou. — Paris. 1752.
8Er fertigte hauptsächlich Bauernleiern an und scheint früh gestorben zu sein.
10Gruber, Franz Xaver. 1832.
11Auf seinem Zettel giebt die Ortsbezeichnung ein Räthsel auf.
13Gründler, A.
14Ein talentvoller Schüler seines Oheims Franz Tischinant, lebte als Geigenmacher in Budapest.
16Grulli, Pietro. — Cremona. 1870. † 1898.
17Wenn ein Geigenmacher in Cremona lebt, fordert er unwillkürlich zum Vergleich seiner Arbeiten mit den besten classischen Meisterwerken heraus. Es will daher schon etwas heissen, wenn man sagt, dass Grulli's Geigen ihrem Ursprungsorte keine Schande machten.
19Grumet, Alphonse Joseph. — Paris. Geb. 1857.
20Er begründete 1892 ein Saiteninstrumentengeschäft und lässt auch nach eigenen Modellen durch einen bei ihm angestellten Mirecourter Geigenmacher Instrumente herstellen, die seinen Namen tragen.

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