Scan 270
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1manchmal flüchtig, aber der Ton immer sehr schön. Seine eigentliche classische Periode ist die zweite. Jetzt hält er sein gefundenes Modell fester, die Form ist vollendet schön, die Arbeit tadellos, das Holz prachtvoll und der Lack durchscheinend mit einem goldigen Schimmer. In seiner dritten Periode scheint er einem neuen Ziel nachgejagt zu haben, er arbeitete hastiger und weniger sorgfältig, und die Geigen aus dieser Zeit werden, an die Sage von seiner Einkerkerung anschliessend, im Handel »Gefängnisseigen« genannt. Man kennt
3Guarnerius del Gesù, Cremona 1728.
4(Hamma & Co.)
6Guarnerius del Gesù, Cremona 1740.
7(Hamma & Co.)
9Violinen, Violen und Taschengeigen, aber keine Violoncelli von ihm. Sein Name war durch mehr als 70 Jahre fast in Vergessenheit gerathen, da erhielt 1820 Paganini von dem französischen Kaufmanne Livron in Livorno eine Geige von ihm aus dem Jahre 1743 zum Geschenk. Paganini spielte fortan nur mehr auf dieser Geige, und durch seine Kunst wurde der Name Guarneri »mit einem Schlage« wieder berühmt. Diese Geige befindet sich jetzt als ein Vermächtniss des Künstlers an seine Vaterstadt unter einem Glassturze im Museum zu Genua. — Die Geschichte der Familie der Guarneri einigermaassen klargestellt zu
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