Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 287

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

29 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 265. See the scan on archive.org.

1er arbeitete noch nach einem hochgewölbten Modell. Seine Arbeit ist roh, die Eingabe ungeschickt gemacht und der Lack armselig.
3Hare, Joseph. — London (Cornhill.). 1720. 1726.
4Von ihm sind bisher nur wenige Geigen bekannt. Er ist jedoch nach Sandys & Forster der erste Engländer, der ein flaches Modell anwendete, auch sein Lack von leuchtender rother Farbe ist vorzüglich. Er war jedenfalls ein besonders begabter Mann, der seiner Zeit nur nicht durchdrang, da in England lange das Stainermodell allein in Ansehen stand. Er soll eine Zeit lang mit Freeman zusammen gearbeitet haben.
6Harford, Patrik (Patritius). — Rom. 1742.
7Ein Irländer oder Engländer, der sich in Rom der italienischen Schule anschloss. Schöne Form, blassbrauner Lack.
9Harham. — London. 1765. 1785.
10Wenig bekannter englischer Geigenmacher des 18. Jahrhunderts.
12Haringer, Hans. — Wien. 1675.
13Er soll als Lautenmacher im Dezember 1675 das Wiener Bürgerrecht erlangt haben. Obwohl Lauten und Geigen von ihm vorkommen, konnte ich Urkundliches über ihn nicht beibringen.
15Harley. — London. 1805.
16Eine englische Zither mit Claviatur, die der dänischen Erbprinzessin gehört haben soll, besitzt Claudius in Malmö.
18Harloff, W, — Bergen. XIX Jahrh.
19Ein von ihm verfertigtes Psalmodicon (Monochord) befindet sich in der Sammlung Crosby Brown in New-York (No. 981).
21Harmand (Harmond), L. — Mirecourt. 1772.
22Er legte am 19. Februar 1772 den Schwur als Meister der Mirecourter Lautenmacherzunft ab und war einer der besseren Geigenmacher seiner Zeit. Er bevorzugte ein kleines Modell, seine Arbeit ist gut, er verwandte gutes Holz und röthlichen Lack. Seine Geigen haben einen weichen Ton. Er gebraucht einen Brandstempel mit der Firma:
24Harmand. — Mirecourt. 1830—1870.
25Wahrscheinlich der Sohn von L. Harmand. Besonders als Bogenmacher geschätzt.
27Harnisch, Hermann. — Darmstadt. Geb. 1859 in Gera.
28Sohn von Gottlieb H. und dessen sowie Otto Bausch's Schüler, arbeitete von 1881—85 in Reval, wo er auch als Musiker thätig war, wurde 1885 Hofmusiker in Darmstadt und übernahm das Geschäft von F. Diehl. Im Jahre 1895 wurde er zum grossherzoglichen Hofinstrumentenmacher ernannt. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit Reparaturen; die wenigen von ihm gemachten Instrumente haben Spirituslack und tragen folgenden Zettel:

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