Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 288

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

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1Harnisch, Johann Gottlieb, — Gera. Geb. 1827 in Scheubengrobsdorf b. Gera (Reuss j. L.).
2Schüler von L. Bausch und von dessen Sohn Louis B. in Leipzig, war von 1853—1857 in verschiedenen Orten thätig und machte sich 1857 zu Gera selbstständig. Beschäftigt sich mit Neubau (und Reparatur) nach italienischen Vorbildern, wobei er seine Erfindungen, mit verschieden altem Holz zu decken, zur Anwendung bringt; auch Form und Lage des Balkens sowie der Stimme behandelt er nach eigenen Grundsätzen und wendet gewöhnlich Spirituslack an. Er ist seit Jahren Hofinstrumentenmacher.
4Harras, ein thüringischer Geigenmacher, der in Oelze bei Gross-Breitenbach lebt.
6Harras, Adolf. — Masserberg (Thüringen). 1893. 1901.
7Wenn er auch in der Regel billige Geigen herstellt, so versteht er es doch sehr gut, die Italiener und Stainer nachzuahmen. 1898 erhielt er für seine Geigen in Erfurt die broncene Medaille.
9Harris (Harrys), Charles I. — Oxford. London. 1780. 1800.
10Ein Geigenmacher, der von seinen Bewunderern der »englische Lupot« gewurde. Pearce sagt von ihm: »His instruments are among the finest of the English.« Er copirte Stradivari und Amati und gebrauchte einen prachtvollen röthlichen Lack, klebte aber nur selten Zettel ein. Besonders gelangen ihm seine Violoncelli. Er wohnte Cannon Street Road, Ratcliffe Higway; eine Zeit lang arbeitete Gilkes bei ihm. So trefflich er auch war, so scheint es ihm doch nicht besonders gut gegangen zu sein, da er, um leben zu können, eine Stelle als Hafen-Zollbeamter annehmen musste.
12Harris, Charles II. — Oxford. London. 1818, 1830.
13Aeltester Sohn, Schüler seines Vaters Charles I. H. und als solcher Mitschüler von Samuel Gilkes. Er wohnte erst in Oxford (Aldersbury) und ging dann nach London. Von ihm ist wenig bekannt, da er viel für John Hart arbeitete. Seine Geigen sind im Ganzen gut, er liebte ein langes Modell, schmale Zargen und gelben Lack.
15Hart, John Thomas. — London. Geb. 17. Dec: 1805, † 1. Jan. 1874.
16Er trat im Mai 1820 in die Lehre bei Samuel Gilkes und entwickelte sich bald zu einem tüchtigen Meister, so dass er schon 1825 seine eigene Werkstatt eröffnen konnte. Er hat zwar nicht viele neue Geigen gebaut, diese aber dürfen als gute Amaticopien gelten. Bedeutender war er jedoch als Kenner italienischer Geigen und als trefflicher Reparateur. Mit Tarisio stand er in lebhafter Geschäftsverbindung.
18Hart, George I. — London. Geb. 1839, † 25. April 1891.
19Sohn von J. Th. Hart. Er war ein trefflicher Geiger, Schüler von Sainton und wurde der Geschäftsnachfolger seines Vaters. Er machte selbst zwar keine Instrumente, doch war er einer der besten Kenner und hat zwei werthvolle Bücher geschrieben: »The violin, its famous Makers and their imitators« (London 1875 und 1887) und »The

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