Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 315

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

14 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 293. See the scan on archive.org.

1Hoffmann, Ignaz d. J. — Wölfelsdorf.
2Geb. 1736, † 7. Jan. 1791.
3Sohn und Schüler von Ignaz H. d. Ae., dem er in der Arbeit sehr ähnlich ist. Von ihm sagt die Sterbematrikel: 1791, den 10. Jan. ist begraben worden der Feldgärtner Ignatz Hoffmann, Geigenmacher, welcher am 7. huius an Wassersucht gestorben. 55 Jahr.
5Hoffman, Jaques, de Jonghe.
6Ein vlämischer oder holländischer Lautenmacher des 17. Jahrhunderts, von dem das Münchner National-Museum eine Laute besitzt.
8Hoffmann, Johann Christian. — Leipzig. 1710. 1750.
9Aelterer Sohn und Schüler Martin H.'s. Einer der besten deutschen Meister seiner Zeit, der seine Instrumente ebenso schön auszustatten als gut zu machen verstand. Neben trefflichen Lauten hinterliess er auch eine stattliche Anzahl vorzüglicher Streichinstrumente, edel im Ton und gut im Holz. Sein Lack erinnert an den der Amatischule. Er war sehr angesehen; seit etwa 1730 sächs. Hoflautenmacher und schon zu seinen Lebzeiten weit über die Grenzen seines Vaterlandes hinaus berühmt. Er war mit Bach gut befreundet und machte auch die von diesem erfundene Viola pomposa (jetzt in Paul de Wits musikhistorischem Museum in Leipzig). Er war auch als Reparateur geschätzt; ein Reparaturzettel von ihm aus dem Jahre 1741 findet sich u. A. in Th. Körners Laute (Körnermuseum in Dresden). Von seinen Instrumenten in öffentlichen Sammlungen seien noch genannt: zwei Theorben und eine Mandola in Berlin (Kgl. Sammlung a. M.) No. 717, 718 und 733, eine ebensolche vormals in Dr. Hirth's Besitz in München, Guitarre-Laute bei Scheurleer, Diskant-Viola da Gamba bei de Wit. Vgl. über ihn auch De Wits Ztschr. 1894. No. 5. In Barons Untersuchung des Instruments der Lauten liest man S. 95, nachdem er erwähnt, dass Martin Hoffmann bereits gestorben sei: „… doch ist dieser Verlust durch seine beyde hinterlassnen Herrn Söhne ersetzt worden, davon … der ältere aber, Herr Johann Christian Hoffmann (sich) auf die Lauten-Arbeit applicirt. Dieser künstliche Meister hat sich hier in diesem genere durch seine nette Arbeit bey der galanten Welt in solchen Estime gesetzt, so gar, dass seine Lauten vornemlich nach Holl- und Engelland und Frankreich öfters sind geführt worden. Was nun besonders dabey zu mercken, so hat er in Erbauung der Lauten nicht allein viele proportionirliche Schönheit; sondern auch derselben einen guten und reinen Thon beygefüget. In der Structur des Lauten-Halses hat er seinen Herrn Vater übertroffen, weil er ihn Jedermann recht Faust-recht macht, da sie jenem meistentheils ein wenig gar zu dicke gerathen waren. Er weifs auch die Chöre und Saiten nach ihrer gehörigen Distanz so wohl einzutheilen und zu legen, dass sich seine Lauten sehr leichte handthieren lassen.“ one of two readings
10Aelterer Sohn und Schüler Martin H.'s. Einer der besten deutschen Meister seiner Zeit, der seine Instrumente ebenso schön auszustatten als gut zu machen verstand. Neben trefflichen Lauten hinterliess er auch eine stattliche Anzahl vorzüglicher Streichinstrumente, edel im Ton und gut im Holz. Sein Lack erinnert an den der Amatischule. Er war sehr angesehen; seit etwa 1730 sächs. Hoflautenmacher und schon zu seinen Lebzeiten weit über die Grenzen seines Vaterlandes hinaus berühmt. Er war mit Bach gut befreundet und machte auch die von diesem erfundene Viola pomposa (jetzt in Paul de Wits musikhistorischem Museum in Leipzig). Er war auch als Reparateur geschätzt; ein Reparaturzettel von ihm aus dem Jahre 1741 findet sich u. A. in Th. Körners Laute (Körnermuseum in Dresden). Von seinen Instrumenten in öffentlichen Sammlungen seien noch genannt: zwei Theorben und eine Mandola in Berlin (Kgl. Sammlung a. M.) No. 717, 718 und 733, eine ebensolche vormals in Dr. Hirth's Besitz in München, Guitarre-Laute bei Scheurleer, Diskant-Viola da Gamba bei de Wit. Vgl. über ihn auch De Wits Ztschr. 1894. No. 5. In Barons Untersuchung des Instruments der Lauten liest man S. 95, nachdem er erwähnt, dass Martin Hoffmann bereits gestorben sei: "… doch ist dieser Verlust durch seine beyde hinterlassnen Herrn Söhne ersetzt worden, davon … der ältere aber, Herr Johann Christian Hoffmann (sich) auf die Lauten-Arbeit applicirt. Dieser künstliche Meister hat sich hier in diesem genere durch seine nette Arbeit bey der galanten Welt in solchen Estime gesetzt, so gar, dass seine Lauten vornemlich nach Holl- und Engelland und Frankreich öfters sind geführt worden. Was nun besonders dabey zu mercken, so hat er in Erbauung der Lauten nicht allein viele proportionirliche Schönheit; sondern auch derselben einen guten und reinen Thon beygefüget. In der Structur des Lauten-Halses hat er seinen Herrn Vater übertroffen, weil er ihn Jedermann recht Faust-recht macht, da sie jenem meistentheils ein wenig gar zu dicke gerathen waren. Er weifs auch die Chöre und Saiten nach ihrer gehörigen Distanz so wohl einzutheilen und zu legen, dass sich seine Lauten sehr leichte handthieren lassen." one of two readings
12Hoffmann, Martin. — Leipzig. 1678. † um 1725.
13Er stammte aus Leipzig und erlangte als Geigenmacher im Jahre 1678 das Bürgerrecht. Sehr geschätzter Meister, von dem sich ziemlich viele Arbeiten, sowohl Lauten- als Geigeninstrumente, erhalten haben. Bei den letzteren verwendete er ein eigenes Modell mit sehr spitzen Ecken und schwachem Rand. Seine Celli zeigen noch in Einzelheiten die alte Gambenform. Vgl. Baron, Laute S. 95, Walther's Musik-Lexikon 1732 S. 316. De Wits Zeitschr. 1894 No. 5 etc. Eine grosse Laute im Germ. Museum in Nürnberg, ein Cello von

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