Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 332

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

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1Berlin ein schönes Tympanon von ihm, auch kommen Geigen mit seinem Namen vor und wurden schon mit 400 M. bezahlt.
3Ægidius Huysmans, fecit Antwerpiæ
5Hyde, Andrew. — Northampton (Mass.). Geb. 1842 in Lu (Mass. Am.).
6Von Hause aus war er Mechaniker und mehrere Jahre lang Gehilfe bei Thom. A. Edison. Verschiedene Erfindungen, die er gemacht hat, sicherten ihm ein schönes Einkommen; da er aber seit seinem 11. Lebensjahre das Violinspiel mit Eifer betrieb, fing er auch an, mit seiner Geige Versuche anzustellen. Er studirte das Geigenmachen theoretisch und machte Anfangs zu seinem Vergnügen auch eine Anzahl Geigen; im Jahre 1886 aber konnte er sich bereits als Geigenmacher in Northampton niederlassen. Seine Arbeiten, die alten Meistern nachgeahmt sind, werden gelobt und in Amerika gern gekauft, und obwohl er nie mehr als zwei Gehilfen beschäftigte, hat er doch bereits über 1200 Violinen, Violen und Violoncelli gebaut. Seine Biographie erschien im März 1894 im "Boston Leader".
8Jacklin, lebt als Geigenmacher in Hull.
9Jacob (Jakob), Johann Georg. — Klingenthal. 1748. 1779.
10Die Arbeiten, die seinen Namen tragen, sind denen der Familien Hoyer und Hopf gleichwerthig.
11Jacobi? — Meissen? XVIII. Jahrh.
12Nach Hart ein trefflicher Lautenmacher. Auch de Piccolellis erwähnt ihn, wahrscheinlich aber ist Hart seine Quelle. In Meissen ist Jacobi nicht nachzuweisen. Vermuthlich hat Hart den Namen schlecht gelesen und den Ort missverstanden. Er hatte vielleicht einen Zettel eines Füssener Meisters (Helmer in Leipzig, der aus Füssen war, wurde ja auch als aus "Meissen" stammend angegeben) vor sich, und der Name Jacobi war vielleicht nur der Taufname (etwa von Jakob Langenwalder).
13Jacobsen, Thomas. — Kopenhagen. 1810. † 1853.
14Schüler von N. J. Lund, arbeitete dann bei Bausch in Leipzig, Engleder in München, Sprenger in Nürnberg und bei Vuillaume in Paris. Nachdem er noch Frankreich, England und Italien bereist hatte, liess er sich als Geigenmacher in Kopenhagen nieder und wurde da Hofinstrumentenmacher. Seine Violinen und Violoncelli sind recht gut und nach den besten Vorbildern ausgeführt. Auch sein Sohn ist Geigenmacher geworden.
15Jacobsz, Hendrik. — Amsterdam. 1690. 1712.
16Wohl der berühmteste holländische Geigenmacher, dessen Geschichte von einem ganzen Sagenkranz umwoben ist. So soll er in Cremona gelernt haben und sogar der Stiefbruder des letzten Amati gewesen sein*). Entstanden sind diese Sagen wohl dadurch, dass er Nic. Amati vortrefflich nachzuahmen verstand. Sein Lack ist rothbraun. Jacobsz gilt als der Erste, der Fischbein zu den Einlagen verwendete, weshalb Händler auch jede mit Fischbein eingelegte Geige kurzweg als eine "Hendrik Jacobs" bezeichnen. Seine Arbeiten kommen jetzt ziemlich selten vor und stehen hoch im Preis, dürften aber auch früher
18*) Es wäre ja möglich, dass er in Italien war, und möglich, dass er verwandt war mit dem flandrischen Silberschmied Jacobsz, der 1622 in Bologna lebte.

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