Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 349

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

27 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 327. See the scan on archive.org.

1Kessler, Johann Christian II., geb. 20. Jan. 1793, † 21. Aug. 1877.
2Obwohl in den letzten Jahren erblindet, arbeitete er doch bis an sein Lebensende als Geigenmacher.
3Kessler, Johann Christian III., geb. 17. April 1819, † 30. Jan. 1875.
4Kessler, Johann Georg, geb. 1736, † 8. Jan. 1801.
5Aelterer Sohn von Wolf Conrad K., er wurde 1756 Meister und starb 65 Jahre 6 Monate und 4 Tage alt.
6Kessler, Johann Gottfried, geb. 1. März 1766. † 7. Febr. 1828.
7Kessler, Karl August, geb. 20. Jan. 1816, † 18. Aug. 1874.
8Kessler, Karl Wilhelm I., geb. 20. Oct. 1824, † 4. März 1880.
9Kessler, Karl Wilhelm II. (sen.), geb. 25. Nov. 1832.
10Schüler von Stein, bei dem er blieb, bis er sich 1852 selbstständig machte.
11Kessler, Max Conrad, geb. 22. April 1872 in Gohlis bei Leipzig, † 4. Juli 1899.
12Kessler (Kässler), Wolff Konrad, geb. um 1700, † nach 1750.
13Er hatte in Neukirchen gelernt und wurde 1723 Meister und erwarb das Bürgerrecht. Er ist der Ahnherr der Familie.
14Kessler, Ernst. — Berlin. Geb. 9. Sept. 1856 in Markneukirchen als Sohn eines Saitenmachers.
15Schüler von Albin Voigt: als Gehilfe arbeitete er bei Louis Otto in Düsseldorf und 1874 bei Riechers in Berlin. Bei diesen beiden Meistern erlernte er seine Kunst erst wirklich von Grund auf. Nach beendigter Militärzeit ging er 1880 abermals zu Riechers und machte sich 1882 in Berlin selbstständig. Durch Fleiss brachte er es bald zu Ansehen; nach Riechers Tod übertrug man ihm dessen Arbeiten für das Conservatorium in Berlin, und seine neuen Geigen werden von Prof. Joachim für Stipendien angekauft. 1897 erhielt er die kgl. preussische Staatsmedaille in Silber. Er copirt meist Stradivari aus den Jahren 1696—1723, doch wechselt er öfter das Modell. Vollendete Ausführung und guter Ton wird seinen Instrumenten nachgerühmt. Er verwendet schönes, altes Holz und hat einen guten Lack. Er ist ungemein genau in Geduldsarbeiten und versteht es alte Meisterwerke nachzuahmen, auch als Bogenmacher geniesst er Ruf. Unter dem Zettel ist der Name noch eingebrannt.
17Ernst Kessler
18E. K.
19fecit BERLIN 1899
20Brandmarke:
21JOACHIM STIPENDIUM.
23Kessler, Heinrich. — Mannheim. Geb. um 1840 in Markneukirchen.
24Sohn von Johann Christian II. K. Schüler von Hammig in Dresden, übernahm 1879 das Geschäft H. Eckart's in Mannheim und ist jetzt dort Hofinstrumentenmacher. In Bezug auf Arbeit und Holz verdient er Lob. Sein Lack ist nicht schlecht, nur beizt er untenher seine Geigen und that dies früher etwas zu reichlich.
25Kessler, Hermann Adolf. — Wiesbaden. Geb. 28. Febr. 1869 in Markneukirchen.
26Sohn von Karl Wilhelm I. K. Schüler von Ernst Hermann Petzold,

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