Scan 353
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Klemm, Johann Gottfried. — Radeberg. 1756.
2Ein Geigen- und Lautenmacher aus dem Vogtlande, von dem sich eine Basszither in der Scheurleer'schen Sammlung befindet. Bemerkenswerth an dieser ist die Schnitzerei mit lachenden Köpfchen. Da er sich •junior• nennt, ist nicht ausgeschlossen, dass auch sein Vater zur gleichen Zunft gehörte.
4Johann Gottfried Klemm Jun. Geigen- und Lautenmacher zu Radeberg. Anno 1756
6Klemm, Karl Friederich. — (Mark)Neukirchen. Geb. 6. Mai 1765, † 7. April 1801.
7Ein tüchtiger Geschäftsmann, der viele Neukirchener Geigenmacher seiner Zeit beschäftigte. Er selbst machte recht gute Geigen, an denen jedoch die Mitarbeit Anderer niemals fehlt.
9Karl Friederich Klemm aus Neukirchen bei Adorff im Voigtland. Musicalischer Instrumenten-Music und Saiten Fabricant.
11Kleven, Anders Christiansen. — Christiania. Geb. 22. Aug. 1855 in Kródshund (Norwegen).
12Von musikalisch gebildeten Eltern abstammend, machte er schon in seinem achten Jahre eine Geige. Durch diese Talentprobe veranlasst, gab man ihn zu einem Möbel- und Modelltischler in die Lehre, und wenn er sich in seinen Mussestunden auch noch mit dem Geigenmachen beschäftigte, so erhielt er doch erst von Peterson in Chicago einigen Unterricht. Nach einem dreijährigen Aufenthalt in Chicago kehrte er in seine Heimat zurück und liess sich 1878 zunächst als Tischler in Christiania nieder. Im Jahre 1890 gab er diesen Beruf auf, um sich ausschliesslich dem Geigenbau zu widmen. Er arbeitet nach Stradivari und Vuillaume und verwendet einen hellgelbbraunen Spirituslack eigener Erfindung. Er besitzt auch ein eigenes, längliches Modell und hat an den sog. Hardangerviolinen einige bemerkenswerthe Verbesserungen angebracht, so verlängert er die Saiten von 29 auf 32 cm. und bringt vier neue mitklingende Saiten an. In Paris 1900 war er durch ein schönes Quartett vertreten. Er hat bis jetzt an 100 Geigen gemacht und über 1200 Reparaturen ausgeführt und wurde durch Medaillen und Diplome ausgezeichnet.
14Kleynman, Cornelis. — Amsterdam. 1671. 1688.
15Er war wie fast alle seine holländischen Zeitgenossen ein Nachahmer der Amati. Eine Geige und zwei Gamben von ihm führt das Verzeichniss der 1759 versteigerten Sammlung des verstorbenen Musikalienhändlers Nikolaus Selhof auf, dort erscheint der Name auch Kleinmann geschrieben.
17Klier. — Schönbach b. E.
18Eine Familie (wohl gleichen Stammes mit den Glier in Markneukirchen), aus der die folgenden Geigenmacher hervorgegangen sind:
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