Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 359

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

17 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 337. See the scan on archive.org.

1line und eine dazu passende Viola besitzt der Chor der Stiftskirche in Laufen (aus dem Jahre 1792).
3Joseph Klotz Laut. Geigenmacher in Mittenwald 1792
5Klotz, Karl, — Mittenwald. Geb. 1726. 1756.
6Sohn von Georg Kl. und Anna Sprenger. Er arbeitete sehr handwerksmässig. — Uebrigens besass auch Joh. Carl einen 1746 geborenen Sohn Karl, von dem noch nicht feststeht, ob er über die ersten Kinderjahre hinaus gelebt hat.
8Klotz,*) Mathias I. — Mittenwald. Geb. 11. Juni 1656 (nicht 1670!), † 1743 (nicht 1720!).
9Der eigentliche Gründer der Geigenindustrie Mittenwalds. Er war der älteste Sohn von Urban Klotz und dürfte in Füssen oder Vils gelernt haben und hat vielleicht auch bei Stainer selbst gearbeitet; auch ist nicht ausgeschlossen, dass er auf der Wanderschaft bis nach Italien gekommen ist; seine Arbeit steht jedoch nur unter dem Einfluss Stainer's. Die Geschichte seiner Lehrjahre wird gewöhnlich sehr romantisch dargestellt. Da durch die Gebirgspässe bei Mittenwald eine der wichtigsten Heerstrassen aus der Levante, Italien und Tyrol nach Augsburg führte und die Mittenwalder Rollfuhrleute daher leicht Beziehungen bis weit nach Italien hinein haben konnten, soll Mathias schon als zehnjähriger Knabe von einem solchen Fuhrmann nach Cremona zu Nic. Amati gebracht worden sein. Nach zwanzigjähriger Abwesenheit sei er dann heimgekehrt, wo er seinen Geburtsort in grossem Aufschwung fand. Die venezianischen Kaufleute hatten nämlich ihren Markt von Bozen nach Mittenwald verlegt. Dieser Umstand dürfte ihn thatsächlich zum Bleiben veranlasst haben. Er fand jetzt in Mittenwald einen geeigneten Boden für seine Kunst; an gutem Holz war kein Mangel, und Absatzgelegenheit war sowohl nach dem Süden wie nach dem Norden reichlich vorhanden. Er zog sich Schüler und Gehilfen heran und brachte es zu Ansehen und Wohlstand, hatte ein Haus in der Judengasse und war zwei Mal verheirathet. Es ist jedenfalls den fremden Kaufleuten zuzuschreiben, die immer nur Geigen von dem damals schon hochgeschätzten Stainer haben wollten, wenn er, um seine Arbeiten leichter an den Mann zu bringen, wie man behauptet, auch Zettel mit Stainer's Namen in seine Geigen klebte. In Bezug auf die Durchführung sind seine Arbeiten sehr lobenswerth; auch der Ton ist recht gut; dagegen ist sein Holz nicht immer schön und dem Wurmfrass ausgesetzt. Der Lack ist auf dunklem Grunde aufgetragen und hat einen gelblichen Schimmer, ist im Allgemeinen aber dürftig. Uebrigens ist es ein Irrthum, ihn für den besten Meister der Familie zu halten, da er z. B. von seinem Sohne Sebastian weit übertroffen wurde. Der ausgedehnte Handel ging später auf die Neuner über. Schon um 1730 traten Johann und Mathias Neuner in den Vordergrund
11Mathias Khlotz Lautenmacher in Mittenwald 1717.
13Mathias Klotz Lautenmacher in Mittenwald Anno 17..
15*) Der Name kommt Klotz, Khlotz, selbst Glotz etc. geschrieben vor.
16v. Lütgendorff, Geigen- und Lautenmacher.

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