Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 378

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

26 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 356. See the scan on archive.org.

1Kriner, Martin. — Altötting. Königsberg i./Pr. 1875. 1897.
2Er liess sich zuerst in Altötting nieder, wo er wenig Zuspruch fand, weshalb er nach Königsberg übersiedelte und sich bald den Ruf eines geschickten Geigenmachers erwarb.
4Kriner, Mathias. — Mittenwald. 1760. 1764.
5Geigen von ihm kommen selten vor. Man weiss von ihm nur, dass er 1763 schon verheirathet war.
7Kriner (Krinner), Matthäus. — Stuttgart. Geb. in Mittenwald 1843.
8Schüler der Mittenwalder Geigenmacherschule und von Joh. Kriner. Er arbeitete von 1872 an in Berlin bei Ludwig Neuner und August Riechers, begründete 1892 in Stuttgart seine eigene Werkstatt und beschäftigt sich hauptsächlich mit Reparaturen. Neue Geigen macht er nach J. Guarneri und Stradivari und verwendet gelbröthlichen Spirituslack. Er erfand einen schwingenden Basssteg, dem er eine erhöhte Vibration zuschreibt, und der gleichzeitig die Widerstandskraft des Geigenkörpers steigern soll.
10Kriner, Simon. Mittenwald. Geb. 1779 oder 1781, † 1821.
11Er war der Sohn eines Webers, kam frühzeitig zu A. Jais in die Lehre und arbeitete dann auch bei Jos. und Math. Hornsteiner. Er war sehr talentvoll und galt als einer der besten Geigenmacher seiner Zeit in Mittenwald. Er kannte die Italiener, die er recht gut zu copiren verstand, und war auch als Geschäftsmann recht tüchtig, so dass er Theilhaber der •Verlegerfirma• Baader & Oettel wurde. Er zog mit seinen fertigen Geigen, die er noch nach alter Tyroler-Sitte in einer •Kraxe• auf dem Rücken trug, durch Frankreich, England und weit nach Russland hinein. Er war seit 1804 mit Anna geb. Reiter (einer Müllerstochter) verheirathet, die eine besondere Kunstfertigkeit im Lackiren der Geigen besass. Er starb frühzeitig und hinterliess drei Söhne.
13Kristal, August. — Jürgenthal (Esthland). 1889. 1900.
14Er begründete 1889 seine Werkstatt als Geigenmacher und -Händler und hat auch in Reval ein Geschäft.
16Krömling, Anton. — Schönbach b./Eger. 1826.
17Wahrscheinlich der Stammvater der heute noch bestehenden Familie Krämling. Seine Geigen sind hässlich lackirt und wenig schön in der Form.
19Krogmann, Johann Christopher, erwarb am 13. Oct. 1780 als Instrumentenmacher das Bürgerrecht in Hamburg.
21Kronhofer, Hans. — ?
22In Raymund Fugger's Musikkammer (1566) befand sich unter No. 42 •Eine gute alte Lauten von Hans Kronhofer•. Vgl. Stockbauer, Kunstbestr. am bayr. Hofe unter Herzog Albert V. und Wilhelm V. — S. a. Fronhofer.
24Krüttner, Richard. — Pilsen. Geb. 1851 zu Einsiedel bei Marienbad.
25Sein Vater, der durch 47 Jahre Capellmeister der Marienbader Curcapelle war, war ein eifriger Geigensammler, und so begeisterte er den Sohn für den Beruf eines Geigenmachers und gab ihn bei Josef Stecher in Salzburg in die Lehre. Hier lernte er von 1864—70, arbeitete dann einige Jahre bei Ramftler in München, ging 1874 nach Salzburg zurück und begründete 1877 in Pilsen sein eigenes Geschäft, in welchem neben Reparaturen auch neue Geigen etc. angefertigt werden, zumeist nach Stradivari, manchmal auch hochgewölbte Instrumente. Gute Arbeit, gutes Deckenholz und ein selbsterzeugter Spirituslack

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