Scan 382
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Kutzer, Andreas. — Steingrub b./Eger. Geb. 24. Febr. 1872.
2Schüler von Johann Werner in Schönbach. Nach Beendigung seiner Militärdienstzeit arbeitete er noch ein Jahr lang als Gehilfe und machte sich 1897 selbstständig.
4Kviałkowski. — Warschau. 1820.
5Einer der letzten national-polnischen Geigenmacher. Er scheint auf dem Umwege über französische Geigen italienische Vorbilder nachgeahmt zu haben. Seine Arbeit ist nicht tadellos und sein Lack gewöhnlich sehr nachgedunkelt.
7Kymato-Geigen nennt Mor. Gläsel in Markneukirchen von ihm in den Handel gebrachte Streichinstrumente, deren Decken nicht nur gewölbt sind, sondern auch Wellenvertiefungen haben, wodurch deren Fläche ausgedehnt und das Luftvolumen im Innern vergrössert wird, was die Klangfülle erhöhen soll.
9Laberte-Humbert frères. — Mirecourt. 1889: 1900.
10Eine der grösseren Mirecourter Fabriken. Ihr Mitbegründer Maurice Emile Laberte (geb. 1856) starb 1898. Leiter der Geigenbauwerkstatt ist Poiron.
12Lacôte. — Paris. 1826. 1852.
13Er stammt aus Mirecourt und war hauptsächlich als vorzüglicher Guitarrenmacher bekannt und geschätzt; die wenigen Geigen, die seine Brandmarke tragen, sind Mirecourter Fabrikwaare.
15Lacroix, Salomon, Chevalier de. — Paris. 1820. 1831.
16Vermuthlich ein Aristokrat, der durch die Revolution verarmt war und sich dann als Geigenmacher fortbringen musste. Seine Arbeit ist nicht übel, nur sein dunkelrother Lack etwas zu dick. Auch durch einige Erfindungen, die sich freilich nicht bewährt haben, ist sein Name bekannt geworden.
18Lafage. — Langon. 1900.
19Ein Uhrmacher und tüchtiger Geiger, der auch Handel mit Geigen treibt und kleinere Reparaturen ausführt und vielleicht anders hiess.
21La Fille.
22Ein französischer Geigenmacher des 18. Jahrhunderts, den Valdrighi (1039) aufzählt, der sonst aber nirgends erwähnt wird.
24Lafleur, Jacques. — Paris. Geb. 1756 zu Nancy (?), † 1832 an der Cholera.
25Er wohnte 1783 in der Rue de la Coutellerie, 1785 in der Rue de la Verrerie und von 1788—1799 in der Rue de la Juiverie. Seine Geigen sind weniger gut als seine nach Tourte gemachten Bogen, die sich durch kühnen Schwung und Leichtigkeit auszeichnen.
27Lafleur, Joseph René. — Paris. Geb. 9. Juni 1812 in Paris, † 18. Febr. 1874 (Maisons Lafitte).
28Sohn von Jacques L. — Er war ursprünglich Geiger und wandte sich erst später der Geigenmacherei zu; zuletzt wurde er auch Musikverleger. Bedeutung hatte er nur als Bogenmacher und kam in dieser Beziehung Tourte nahe. Mehrere schöne Bogen von ihm, darunter interessante Versuche, bewahrt das Museum des Pariser Conservatoriums. — Ein Bruder von ihm ging nach London, wo er noch 1824 lebte.
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