Scan 383
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Lafranchini, Giacomo (Jacopo) de. — Brescia. 1604. 1617.
2Sohn des Battista L., aus Cividale di Valcomonica im Chamounix-Thale stammend. Man weiss von ihm nur, dass er bei Gasparo da Salò gelernt hat und 1614—1617 als „Maestro di violini“ in Diensten Maggini’s stand. Arbeiten von ihm sind nicht bekannt.
4Lagetto, Louis. — Paris. 1745. 1753.
5Ein in Paris ansässiger Italiener. Da er das Ladenschild „à la ville de Crémona“ führte, haben Manche, wohl sehr mit Unrecht, angenommen, dass er aus Cremona stammte. Er arbeitete nach Amati und hatte ein breites Modell. Sein Holz ist mittelmässig, der Boden nach der Schwarte geschnitten, der Lack gelbbraun, aber werthlos. Er wohnte in der Rue des Saints Pères (Faubourg St. Germain).
7Laignel, frères, haben in Lille ein Geigengeschäft.
9La Loe. — Paris.
10Ein französischer Geigenmacher des 18. Jahrhunderts, der mit Pierre de Planche zusammen arbeitete.
12Lambert, Jean Nicolas. — Paris. 1731. † vor 1761.
13Ein vielseitiger Lauten- und Geigenmacher, der auch Zithern, Bauernleiern (Viellen) und Sackpfeifen gemacht hat. Er wohnte bis 1745 in der Rue Michel-le-Comte und war geschworner Zunftmeister für das Jahr 1745. Noch bis zum Jahre 1788 hat seine Wittwe das Geschäft fortgeführt. Fétis behauptet von ihm, dass er 1750 in Nancy gelebt und wegen roh zusammengezimmertter Instrumente den Beinamen „Charpentier de la lutherie“ gehabt habe. Spricht dagegen schon, dass ein Violoncello von ihm im Museum des Pariser Conservat. (No. 78) und ein Alto aus der Sammlung Snoeck (No. 572) sehr schöne Arbeit zeigen, so hat auch Vidal trotz aller Nachforschungen nicht finden können, dass Lambert je in Nancy gewesen sei*). Seine Violen haben meist glatten Boden und sind gut gemacht; besser aber noch sind seine Liebesgeigen. Ausser seinem Zettel verwendet er auch oftmals eine Brandmarke, die er an verschiedenen Stellen anbringt. Das Museum des Pariser Conservatoriums und das musikhistorische Museum in Stockholm besitzen von ihm auch hübsche Bauernleiern, Berlin eine Zither und Loup eine Gitarre von 1734.
15Lambert, Jonathan. — Norwich. 1751.
16Mittelmässiger Geigenmacher. Seine Arbeiten sind gewöhnlich in der Form, haben hässliche, weit offene F-Löcher, eine schwerfällige, unfeine Schnecke und hellgelben Lack.
18Lambert. — Val d’Ajol. XVIII. und XIX. Jahrh.
19Name einer vogesischen Familie, von der mehrere Mitglieder als Instrumentenmacher thätig waren, so um die Wende des 18. zum 19. Jahrhundert ein
21*) Jacquot sagt dagegen, er habe dort noch 1750 gelebt.
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