Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 384

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

28 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 362. See the scan on archive.org.

1A. Lambert-Fieullée. Sie machten hauptsächlich Cymbeln, Scheitholte und auch Spinette etc.
3Lambin. — Gent. 1800. 1830.
4Seine Reparaturen sollen gut gewesen sein. Er ist vielleicht identisch mit jenem Lamblin, von dem das Pariser Conservatorium einen Steg besitzt.
6Laminit (Lamenit), Peter. — Augsburg.
7Wird in den Jahren 1480, 1483 und 1484 ausdrücklich als Lautenmacher in den Augsburger Steuerregistern erwähnt.
9Lamy, Alfred Joseph. — Paris. Geb. 8. Sept. 1850 in Mirecourt.
10Er trat 1862 bei Husson in die Lehre, den er 1868 verliess, um bei Gautrot in Chateau-Thierry zu arbeiten. Von 1877—1885 war er bei Franç. Nic. Voirin und betrachtet diesen als seinen eigentlichen Lehrer. Er hat sich ganz auf das Bogenmachen verlegt und hat es darin zu grosser Vollkommenheit gebracht. Seine Bogen tragen nebenstehende Brandmarke. Er erhielt 1889 eine silberne und 1900 auf der Pariser Weltausstellung eine goldene Medaille.
12Lamy, Jules. — Paris (41 Rue de Turenne).
13Er stammt aus Mirecourt, arbeitete lange bei Thibouville-Lamy und liess sich als Geigenmacher in Paris nieder.
15Lancelotti, Ottavio, ein Bassmacher, der noch um 1880 in Barigazzo (Modena) lebte.
17Lancilotto, Jacopino d. J. — Modena. Geb. um 1507, † um 1551.
18Sohn eines Adeligen, Tommaso de' Bianchi, genannt de' Lancilotti, und Enkel Jacopino's d. Ae. Ein echtes Kind seiner Zeit: Er war Notar, Theologe, Astrologe, Dichter, Kalligraph, Maler, Musiker etc., sprach fertig Lateinisch und Griechisch und verfertigte Musikinstrumente und zwar wahrscheinlich Lauten und Geigen. Erhalten haben sich jedoch keine bis auf unsere Tage.
20Landi, Pietro. Siena. 1774.
21Nach einer Geige zu urtheilen, die seinen Namen trug, gehört er zu den Meistern dritten Ranges.
23Landino, Francesco, gen. Il Cieco. — Florenz. 1325. 1397.
24Ein Lautenmacher, der sich später, nachdem er erblindet war, auf den Orgelbau verlegte und dann den Beinamen «Degli Horgani» erhielt.
26Landolfi, Carlo Ferdinando. — Mailand. 1714. 1777.
27Weil viele seiner Geigen, namentlich die seiner ersten Zeit, nach Josef Guarneri gemacht sind, hat man ihn zu einem Schüler dieses Meisters gemacht. Wollte man nach seinen Violoncelli urtheilen, müsste man ihn eher für einen Schüler von Pietro Guarneri halten. Landolfi ging aber schliesslich seine eigenen Wege, und da er augenscheinlich ein bestimmtes Ziel vor Augen hatte, machte er viele Versuche. Deshalb weichen seine Geigen oft auffällig von einander ab; manche sind mit grösster Liebe und Sorgfalt durchgeführt, manche ziemlich roh fertiggemacht, nicht einmal gut im Lack, obwohl nach Charles Reade gerade Landolfi als der Letzte gelten muss, der noch im Besitze des echten Cremoneser Lacks gewesen ist. Die Decke ist meistens stärker gewölbt als der Boden, die )(-Einschnitte kräftig, die F-Löcher selten sauber ausgearbeitet, dagegen ist die Schnecke immer schön, breit und tief

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