Scan 388
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1gehört, wird doch sein Name gerne zu Fälschungen missbraucht. Auf falschen Zetteln findet man auch Mailand als seinen Wohnort angegeben, was auf einer Verwechslung mit Lavazza beruhen mag.
3Lapaix, J. A. — Lille. 1840. 1858.
4Ein Geigenmacher, der sein bestes Können für nutzlose Versuche verschwendete. Er machte Geigen, bei denen die Zargen, Reifchen und Klötze aus einem Stück bestanden, und liess die Ecken fehlen. Er verwendete zwei Stimmstöcke und ersetzte die D-Saite durch eine seidene Schnur. Beispiele solcher Geigen besitzt die Sammlung Snoeck (No. 548 u. 549). Im Uebrigen war er nicht ungeschickt und erhielt auf der Pariser internationalen Ausstellung 1855 eine Medaille II. Classe.
6Lapeyrie, Charles, begründete 1862 sein noch bestehendes Geigengeschäft in Montpellier. Auch ein A. Lap. wohnte dort.
8La Prévotte, Etienne. — Marseille, Paris. Geb. in Mirecourt um 1795, † in Paris 1856.
9Er war vor 1823 in Marseille ansässig. Dann ging er nach Paris und wohnte 1838 Rue du Bac 38, im Jahre 1844 Rue du Dragon 3. Er betheiligte sich mit Erfolg an allen französischen Ausstellungen von 1823—1855 und fertigte ausser einzelnen Streichinstrumenten, die vermöge ihrer trefflichen Arbeit und ihres warmen Lacks von schöner Farbe fast den Eindruck von italienischen machten, auch Guitarren von eigener Erfindung und vorzüglicher Arbeit; nur Lacôte übertraf ihn hierin; im Uebrigen gingen aus seiner Werkstatt auch zahlreiche sehr mittelmässige Instrumente hervor. Eine hübsch eingelegte Geige von ihm besitzt das Museum der Pariser Conservatoriums (No. 40).
11Larcher, Pierre. — Paris, Tours. 1732. 1785.
12Schüler von Guersan, bei dem er jedoch nicht viel gelernt zu haben scheint; seine Arbeit ist mittelmässig und sein (brauner) Lack geradezu schlecht; manchmal zeigen seine Decken jedoch schönes Holz. Er arbeitete zuerst in Paris und ging um 1780 nach Tours.
14Larue, Pierre Mathieu. — Paris. 1767.
15Er war geschwornen Zunftmeister für 1767 und ist im Uebrigen wenig bekannt.
17Larsen, C. F., ein dänischer Geigenmacher, der seine Werkstatt in Odense hat.
18Zum Boden nahm er öfter dänisches, ungeflammtes Ahornholz; die Arbeit ist nicht übel, auch die Schnecke von ansprechender Form, sein Lack jedoch (namentlich in den achtziger Jahren) sieht nur wie Möbelpolitur aus. Er verwendet nebenstehende Brandmarke, dazu die Jahreszahl (z. B. 1887) ODENSE und No. (z. B. 130).
20Larsen s. Brynildsrud.
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