Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 393

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

23 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 371. See the scan on archive.org.

1witz'schen Sammlung zu Raudnitz und aus demselben Jahre eine Geige mit der Brandmarke auf dem Boden A. L.
3Leeb, Georg. — Pressburg. 1706. 1728.
4Er gilt als sehr tüchtiger Meister. Zwei Violinen von ihm besitzt der Pressburger Domchor.
6Leeb, Johann Carl. — Wien. Geb. 1792, † 1819.
7Er wohnte Stadt No. 399 und legte am 3. October 1817 den Bürgereid ab. Wahrscheinlich ein Sohn von Andr. Carl L. Ein sehr talentvoller Meister, der leider schon im Alter von 27 Jahren starb. Eine seiner letzten Arbeiten, eine Geige aus dem Jahre 1819, besitzt das Schottenstift in Wien.
9Leeb, Joh. Georg. — Pressburg (auch Wien?). Geb. um 1740. 1813.
10Vielleicht ein Sohn von Georg Leeb, den er jedoch übertraf. Viebeschäftigter Meister, der als der beste seiner Zeit in Ungarn angesehen wird. Er arbeitete nach Stainer, häufiger nach Amati und würde das Höchste geleistet haben, wenn er nichts Eigenes dazu gethan hätte. Sein Lack ist dunkelbraun und nicht sehr feurig. Seine Geigen haben einen weichen, edlen, oft vollen Ton. Eine Geige von 1780 befindet sich im Mathias-Dom zu Ofen. In den Pressburger Dom-Kirchenbüchern findet sich noch das Folgende: «getraut: 1769 Januarii die 8. Vid. Baltasar Leeb Materiae Consector Tyrnaviae et Virgo Johanna Stromerin.» — War dieser «Holzbearbeiter» ein Geigenmacher? — «1776 Febr. 4º Wenceslaus Leeb, Organista musicus Bohemus annor. 27. Sponsa: Virgo Ursula Kurtzin ex Silesia.»
12Leest, Willem. — Antwerpen. 1561.
13Ein Antwerpener Musikinstrumentenmacher, der 1561 als Clavichordmacher das Bürgerrecht erwarb.
15Lefèbvre, J. B. — Amsterdam. 1720. 1786.
16Ein Franzose, der sich in Amsterdam ansässig gemacht hat. Seine Modelle erinnern manchmal an die Amatischule; seine Arbeit ist gut, sein Lack von gelber Farbe. Da seine Geigen besser sind als die der gleichzeitigen Franzosen, will man annehmen, dass er, bevor er nach Amsterdam kam, in Italien gearbeitet habe. Er war ziemlich fleissig und machte Geigen aller Art. Ein Violoncello von ihm a. d. Jahre 1770 befindet sich in Berlin in der Sammlung Snoeck (No. 585), ein solches von 1772 und eine Violine von 1786 in der Sammlung Scheurleer.
18Lefebvre, Nicolas. — Rouen. 1630. 1636.
19Er wird 1630 als Lautenmacher erwähnt und heirathete am 15. October 1636 die Isabeau Morin. Auch seine Nachkommen waren Instrumentenmacher, so Charles und Jean Baptiste L., die 1725 noch lebten, aber nur als Verfertiger von Orgeln, Clavecins, Spinetts und Querflöten bekannt sind.
21Lefèvre (Lefebvre), Toussaint Nicolas Germain. — Paris. 1762. 1789.
22Dieser Geigenmacher wohnte nach dem Pariser Adressbuch von 1789 in der Rue du Cimetière St.-Jean und ist namentlich wegen seiner Bogen (bei denen allerdings nach heutigen Anforderungen die Stange zu schwer erscheint) berühmt gewesen. Seine Bogen tragen die Brandmarke: «Lefèvre à Paris». Er soll jedoch auch ganz gute Geigen gemacht haben.

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