Scan 394
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Legnamaro (Lignamaro), Pietro. — Mantua. † 12. Febr. 1569.
2Ein Zithermacher von S. Martino. Es ist nicht ganz sicher, ob er mit dem Familiennamen Legnamaro (Zimmermann) hiess, oder ob er ein Zimmermann war, der auch Zithern machte. In Abb. Canal's »Musica in Mantova« wird er er als Lautenmacher erwähnt.
4Legnani, lebte im XIX. Jahrhundert in Ravenna und machte ganz gute Guitarren.
6Legros de la Neuville, Nicolas. — ? 1823.
7Er stellte 1823 Violinen, Violoncelli und Guitarren in Paris aus.
9Lehmann, A. J. — St. Petersburg. 1889. 1900.
10Von Beruf Zahnarzt. Er verkündet in einer Schrift »Briefe über die Violine«, das »Geheimniss« der alten italienischen Geigenmacher gefunden zu haben, und nennt sich selbst kurzweg den »russischen Stradivarius«.
12Lehner, Franz de P. — Prag. Geb. 11. Jan. 1801 in Prag, † 14. Mai 1878.
13Schüler von Johann Stoss, lernte 1817 aus und arbeitete 1820 mit Kulik zusammen bei Martin Stoss in Wien und später in Eisenstadt. 1833 zurückgekehrt, eröffnete er 1834 seine eigene Werkstatt auf dem Wenzelsplatz No. 782. Im Jahre 1835 heirathete er Theresia geb. Grüner aus Vyšehrad, mit der er sechs Kinder hatte. Er arbeitete bis 1873; da es ihm schlecht ging, kam er in's Armenhaus, das er nach einem Jahre wieder verliess, um zu seinem Sohne Franz, der Pfarrer war, nach Tüppelsgrün überzusiedeln, wo er auch starb.
15Lehoux, Léon, lebt als Streichinstrumentenmacher in Nogent-le-Rotrou.
17Leidolff, Christoph Nikolaus. — Wien. 1774. 1788.
18Vielleicht ein Sohn von Joh. Christoph L., dem seine Arbeit sehr ähnlich ist. Hohe Wölbung, bräunlicher Lack, gute Arbeit, gutes Holz und schöner, weicher Ton sind die Merkzeichen seiner Geigen. Eine Violine aus dem Jahre 1774 und eine Viola von 1768 im Schottenstifte in Wien. Auch das Stift Melk (Oberösterreich) besitzt Geigen von ihm.
20Leidolff (Leydolff), Johann Christoph. — Wien. 1715, † 1758.
21Sohn von Nikolaus L. und seiner Arbeit nach auch sein Schüler. Er wohnte im »Wübmer Viertl«, legte am 2. September 1715 den Bürgereid ab und kommt in den Steuerlisten von 1749—1758 vor. Nach seinem Tode führte seine Wittwe das Geschäft fort, bis sie selbst im Jahre 1770 starb. Seine Geigen sind schön in der Form gemacht, gut im Holz und im Ton. Die Bereifung der Zargen fertigte er gerne aus hartem Holze an. Um 1740 war er bereits Hof-Lauten- und Geigenmacher. Arbeiten von ihm sind in vielen Sammlungen zu finden, so ein Altquinton in Gambenform von 1719 in der kgl. Sammlung in Berlin (No. 873), das auch dadurch bemerkenswerth erscheint, dass Boden, Zargen und
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- Legnamaro, Pietro
- Lehmann, A. J.
- Lehner, Franz de P.
- Leidolff, Christoph Nikolaus
- Leidolff, Johann Christoph
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