Scan 405
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Lincke, Johannes Peter. — Kopenhagen. 1773.
2Seinem Zettel und seinem Namen nach ist er wahrscheinlich deutscher Abkunft; auch seine Arbeit verräth deutsche Schule.
4Johannes Peter Lincke
5Violinmacher in Copenhagen
7Lindberg, C. — Sigtuna. 1841.
8Wahrscheinlich ein Liebhaber, der sich mit dem Geigenmachen beschäftigt hat. Seine Arbeiten sind übrigens nicht übel, wie ein im Museum zu Gothenburg aufbewahrtes Violoncello beweist.
10C. Lindberg
11Sigtuna 3/11 1841
13Linden s. Van der Linden.
15Linder, Hans. — Augsburg. Geb. um 1549, † nach 1615.
16Im Augsburger Meisterregister von 1615 wird neben Rudolf Bossart und Sixt Rauchwolf auch der Lautenmacher Hans Linder, 66 Jahre alt, aufgeführt. Die Altersangaben sind um jene Zeit freilich nicht allzu genau zu nehmen, aber doch annähernd richtig.
18Lindholm, Peter. — Stockholm. 1798.
19Ein schwedischer Instrumentenmacher, von dem mir nur ein Clavichord in der Sammlung Claudius in Malmö bekannt ist.
21Lindmair, Bernhard, wurde im Jahre 1548 als Lautenmacher Bürger von Wien.
23Lindqvist, Franz. — Erikslund (Upsala).
24Ein schwedischer Tischler, der auf der Ausstellung 1897 in Stockholm mehrere gute Geigen und ein Violoncello ausgestellt hatte.
26Lindsay, M. H. — Stockton-on-Tees. Geb. 12. April 1837 in Cawlsay (Irland).
27Mit 14 Jahren kam er nach England und lernte das Violin- und Violoncello-Spiel; auch als Bassgeiger wurde er ausgebildet. Als er in den Besitz von zwei Geigen von Vuillaume (eine Stradivari- und eine Guarneri-Copie) kam, begann er sich für das Geigenmachen lebhaft zu interessieren; er wollte sehen, wie seine Geigen im Innern beschaffen waren, und 1860 begann er, ohne Lehrer und Anleitung, selbst Geigen zu machen. Angebornes Talent und rastloses Studium brachten ihn bald vorwärts, so dass er ein geschickter Geigenmacher wurde, dessen Arbeiten von Kennern geschätzt werden. Er hat bis jetzt 420 Violinen, 10 Violoncelli und einen Contrabass gemacht. Er macht Alles an seinen Geigen selbst und legt besonderen Werth auf den Lack. In den Umrissen ahmt er Stradivarius nach; die Dickenverhältnisse wendet er nach eigenen Berechnungen an. Seine Versucke mit dem Lack gehen bis 1860 zurück; er besitzt jetzt in der That einen schönen Lack von italienischem Aussehen und lobenswerthen Eigenschaften.
29Lipp, Benedict. — Mittenwald. Geb. 22. März 1762 in Mittenwald, † ?.
30Jüngerer Sohn von Ign. L. Er scheint nur bei seinem Vater gearbeitet zu haben und jung gestorben zu sein.
32Lipp, Ignaz. — Mittenwald. 1740. 1762.
33Nicht ungeschickt in seiner Arbeit; seine beste Zeit fällt in die Jahre 1740 bis 1760. Er gehört zur Klotz-Schule.
Makers on this page
- Lincke, Johannes Peter
- Lindberg, C.
- Linder, Hans
- Lindholm, Peter
- Lindsay, M. H.
- Lipp, Benedict
- Lipp, Ignaz
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