Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 413

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

19 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 391. See the scan on archive.org.

1Lüdemann, K. — Berlin. 1884. 1903.
2Schüler seines Bruders Jul. Arbeitete bei Riechers, Möckel und Otto und macht hauptsächlich Violoncelli. Seit 1900 Hoflieferant des Prinzen Joachim Albrecht von Preussen.
4Lüdicke, Friedr., lebt in Chemnitz.
6Lugdunum (= Lyon) s. Blanchard.
8Lülsdorff, Joseph. — Köln. Geb. 3. Dec. 1868 in Düsseldorf.
9Nach beendetem Lehrzeit arbeitete er fünf Jahre lang bei verschiedenen Geigenmachern und eröffnete 1894 in Köln seine eigene Werkstatt. Er verlegte sich besonders auf das Studium alter Geigen und brachte auf grossen Reisen eine bemerkenswerthe Sammlung zu Stande, so dass er jetzt ein umfangreiches Lager alter Streichinstrumente besitzt. Er erfand ein Zargenbiegeisen mit Bolzenerwärmung für Geigenmacher. Er macht Violinen nach italienischen Meistern und Bratschen nach eigenem Modell (sog. "Dombratschen"), die im Ton der Ritter'schen Viola Alta gleichkommen, aber leichter zu handhaben sind, da Lülsdorff das, was Ritter durch die Länge anstrebt, in der Breite erreicht. Er verwendet ausser seinem Zettel auch die Brandmarke: LÜLSDORFF KÖLN.
11Lütgens, Hinrich I. — Lübeck. 1654. 1656.
12Spielmann und Instrumentenmacher, von dem nur so viel bekannt ist, dass er zwei Söhne und eine Tochter hatte (Marien-Taubbücher 1654—1656).
14Lütgens, Hinrich II. — Lübeck. 1676. 1699.
15Wahrscheinlich ein Sohn von Hinrich I. L. Auch er wird kurzweg als Instrumentenmacher bezeichnet und erwarb 1676 das Bürgerrecht. Im gleichen Jahre heirathete er Elsabe Stöven und liess 1678 (13. April) einen Sohn, der ebenfalls Hinrich hiess, und 1679 eine Tochter taufen. In den Kirchenbüchern kommt er zuletzt 1699 vor als Gevatter bei dem Sohne Jakob Heinrich des Lautenmachers Samuel Goldt.
17Lütschg, Gustav. — Bern. Geb. 1870 als Sohn des Waisenhausdirectors L. in Bern.
18Nach einer tüchtigen Schulbildung, wobei das Violinspiel eifrig gepflegt wurde, trat er mit 18 Jahren bei dem Geigenmacher Methfessel in die Lehre. Als Gehilfe arbeitete er zwei Jahre bei George Mougenot in Brüssel. 1892 machte er sich in Zürich selbstständig und blieb hier sechs Jahre; doch als sich ihm Gelegenheit bot, das Methfessel'sche Geschäft in seiner Vaterstadt von dessen Nachfolger Max Beck zu übernehmen, siedelte er am 1. Mai 1898 nach Bern über. Er besitzt mehrere Ausstellungsmedaillen. Sein Oellack ist recht gut.

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