Scan 421
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1in die Lehre kam, wo er bis zu seinem 21. Lebensjahre blieb, wie aus einer gleichfalls erhaltenen Urkunde von 1602, die Beide, der Meister und der "Garzone" unterschrieben haben, ersichtlich ist. Am 20. Januar 1615 — damals 34jährig — heirathete er die 19jährige Maddalena Anna, Tochter des Messer Fausto Foresto. Damals dürfte er auch das Haus in der Contrada del Palazzo Vecchio del Podestà bezogen haben. Das ist das Wichtigste, was sich von Maggini's Leben ermitteln liess. Man erfährt noch, dass er sieben Kinder hatte, von denen vier früh verstarben, und dass er um 1626 ein zweites Haus in der Contrada delle Bombasarie und mehrere Aecker etc. gekauft hat; 1632 ist er schon gestorben. Seine Wittwe überlebte ihn bis zum 24. November 1651. In den ersten Jahren seiner Selbstständigkeit hielt er sich ziemlich strenge an die Modelle seines Lehrers, war häufig ungenau in der Arbeit und nicht allzu wählerisch in Bezug auf das Holz. Die Schallöffnungen zeigen noch die bei den alten Violen übliche Schlangenlinie; auch legte er seine Violinen allzu reich mit Elfenbein und Perlmutter etc. ein. Später befreite er sich von dem Einflusse G. da Salò's, und der Geigenbau verdankt ihm von da an gewaltige Fortschritte. Er machte zahlreiche Versuche und glaubte wohl, durch höhere
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