Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 424

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

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1Malagoli, Eleuterio. — Modena. † 1827.
2Talentvoller Guitarrenmacher und unvergessen als der Held eines Liebesdramas, dem er zum Opfer fiel.
4Malagoli, Folgenzio. — Modena. 1856.
5Er hat viele alte Geigen wieder hergestellt, doch ist mir nicht bekannt, dass er auch neue gemacht hat.
7Maldoner, Johann Stephan. — Füssen. 1720. 1799.
8Da seine Geigen mehr an die Mittenwalder wie an die Füssener Schule erinnern, dürfte er ein Eingewanderter gewesen sein. Seine Arbeit ist übrigens oft handwerksmässig, das Holz ohne Sorgfalt gewählt und jetzt meist vom Wurm zerrissen. Er machte hauptsächlich Violoncelli und Bässe. Es giebt aber auch Instrumente von sehr vortheilhaftern Aeussern und gutem Ton von ihm.
10Joann. Stephanus Maldoner fecit Füssen, 1779.
12Maldura, G. B., lebt als Guitarren- und Mandolinenmacher in Rom.
14Maler (Maller, Mahler), Laux (Lucas). — Bologna. 1500. 1528.
15Der Stradivari der Laute. Er verbesserte die Form der Laute, indem er ihren Körper länglich, flach und breitspähnig anlegte und dem Instrument so die dann classisch gewordene Gestalt gab. Ueber sein Leben ist wenig bekannt. Meist wurde er um hundert Jahre zu früh angesetzt, was schon Baron that, trotzdem ihm sein Modell zu modern erscheint. Dass Laux Maler ein Deutscher war, ist zweifellos; seit wann er in Bologna lebte, lässt sich nicht feststellen; aber dass er um 1523 dort noch thätig und weit berühmt war, beweist die folgende Stelle aus einem Briefe des Markgrafen Friedrich von Mantua an Don Ercole Gonzaga: — Essendo noi uenuto in desiderio die hauere uno lyuto fatto per mano di Mro. Luca Malher, ch'è li in Bologna pregamo V. S. che voglia esser contenta dare carico ad uno dè suoi seruitori di cercar esso Mro. Luca et uedere se l'hauese cosa che fosse a nostro proposito et il pretio che ne dimanda aduertendo che noi uoressimo uno lyuto mezano cioè che non fosse grande ne anche piccolo et bono in excellentia . . . Mantue XIX Martii MDXXIII. (Original im Archiv Gonzaga zu Mantua. — Abgedruckt in Bertolotti's La Musica in Mantova, S. 34.) Der berühmte französische Lautenspieler J. Gaultier schreibt 1648 an C. Huygens: «Je vous dirai, que tous les luths de bologne à 9 cottes sont de Laux Maler, qui est mort il y a six vingt Ans.» Das Todesjahr wäre also 1528, was nicht unwahrscheinlich erscheint. Ausführlich wird Laux Maler auch in Mace's «Musicks Monument» (London 1676) erwähnt. Baron schreibt von ihm: «Lucas Mahler oder, wie er sich geschrieben, Laux Maler ist ohne Zweifel einer von denen ältesten und besten Meistern, die dergleichen Instrumenta verfertiget. Er lebte Anno 1415 und wie man davor hält, nebst dem Hans Frey in Bologna. Nur ist dieses zu verwundern, dass sie schon nach jetziger façon, nemlich die Corpora länglicht flach und breitspänicht gearbeitet haben, und werden, in soferne kein Betrug dahinter steckt und sie originnal (oder wie der terminus technicus heist oriental) befunden, man sie vor allen anderen æstimirt. Man bezahlt sie sehr hoch, weil sie rar und von einem vortrefflichen Thon seyn, ob schon zu wünschen wäre, dass man denen Künstlern, die was rechts verfertigen könnten, auch bey ihren Lebzeiten was zukommen liesse, was ihnen und ihren Familien zu statten käme, wie solches ihnen nach ihrem Tode nur zu einer Ehre ohne Nutzen gereicht.» — Aus Raymund Fugger's Musikkammer zählt das erhaltene Verzeichniss unter No. 79 «Eine alte gute Lauten von Laux Müller» auf; es war dies jedenfalls ein Werk unseres Meisters. Eine Theorbe von 1515 von ihm besitzt das Schlesische Museum für Kunstgewerbe und Altherthümer; ferner befinden sich zwei Lauten

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