Scan 425
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Maler — Man.
3von ihm in der fürstl. Lobkowitz'schen Sammlung auf Schloss Roudnic. Hier ist der Name ein Mal "Laux Malo" geschrieben. Auch im South Kensington Museum war eine Laute von ihm ausgestellt.
5Maler (Maller), Sigismondo, gen. Il Tedesco. — Bologna und Venedig. 1460. 1526.
6Ein seiner Zeit berühmter Lautenmacher aus Deutschland. Wahrscheinlich ein Bruder oder gar der Vater des gleichberühmten Laux M., dem er an Geschicklichkeit sehr nahekam. In Urkunden wird er "Il magnifico Sigismundo Maler Thedescho" genannt*). In dem aus dem Jahre 1566 stammenden Verzeichniss der Raymund Fugger'schen Musikkammer (abgedruckt bei Stockbauer) heisst es: "No. 46. Eine gute alte Lauten von Sig. Maler. — No. 62. Eine alte Lauten von Sig. Maler. — No. 77. Eine Bass-Alt von Sig. Maler." Da er in dieser Sammlung, die nur das Beste, was es damals gab, enthielt, so reich vertreten ist, kann man leicht auf die Werthschätzung schliessen, deren sich seine Arbeiten erfreuten. Valdrighi führt (No. 3980) einen "Simeone Malta" in Venedig 1499 auf. Es ist dies wohl eine Verwechslung mit Sigismund Maler.
8Maline. — Mirecourt. 1840.
9Gewöhnliche Mirecourter Arbeit. Er datirte seine Geigen (mit einem Brandstempel) aus Paris. Dasselbe thun seine Söhne.
11Mallas, Alexander. — Leith. Geb. 1826 in Catend, † 1891 in Leith.
12Er war gelernter Mühlenbauer und war zuletzt Verwalter der Holzabtheilung des Umpherston-Werks in Leith. Als solcher benutzte er jede Gelegenheit, zum Geigenmachen geeignetes Holz ausfindig zu machen. Er machte viele und gute Violinen, Violen und Violoncelli und auch eine Viola d'amore. Seinen Oellack bereitete er sich selbst. Seine letzten Lebensjahre wurden durch ein unheilbares Leiden getrübt, das er mit Geduld ertrug.
14A. Mallas,
15Maker
16Leith, 1883.
18Maller, Laux s. Maler.
20Mally, Mario. — Triest. 1898.
21Ein geschickter Geigenmacher, der für das Instrumentengeschäft von C. Schmidl &. Co. verschiedene gute Geigen gemacht hat.
23Malvolti, Pietro Antonio. — Florenz.
241700. 1733.
25Seine Geigen, meist von kleinem Modell, kommen denen von Gabrielli sehr nahe und sind gut gebaut.
27Man (Mann), Hans. — Neapel. 1710. 1750.
28Jedenfalls ein Deutscher, der recht hübsche Lauten gemacht haben soll. Vereinzelt kommen auch nach Stradivari und Guarneri gemachte Geigen mit seinem Namen vor.
30Hans Man
31fecit Neapoli
33*) Staatsarchiv in Modena.
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