Scan 426
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Mancini, Giuseppe. — Cortona. 1839.
2Es giebt zwar Geigen mit seinem Zettel, doch ist in Cortona ein Geigenmacher Namens Mancini nicht nachzuweisen. Zur angegebenen Zeit soll sich allerdings ein Giuseppe Mancini, der einen umfangreichen Band lyrischer Gedichte herausgegeben hat (Siena bei Pandolfo Rossi, 1835), in Cortona aufgehalten haben, er war aber — Erzbischof von Siena, und es ist daher nicht gut anzunehmen, dass er auch Musse zum Geigenmachen hatte.
4Mandelli, Camillo, ein italienischer Geigenmacher aus dem letzten Jahrzehnt des XIX. Jahrh.
6Manfredi, Giambattista. — ? 1811.
7Italienischer Guitarrenmacher.
9Mango-Longo. — Neapel. 1749.
10Nur durch Guitarren und Mandolinen, die meist reich mit Elfenbein eingelegt sind, bekannt.
12Mann, John Alexander. — Glasgow. Geb. 13. Mai 1810 in Forfar, † 30. April 1889 in Glasgow.
13Da er in seiner Jugend ein besonderes Talent zum Bildnissmaler verrieth, sandte man ihn nach Edinburgh auf die Kunstakademie. Das Studium sagte ihm aber nicht zu, deshalb gab er es wieder auf und ward zuerst Theater-Maschinist. Um 1845 liess er sich in Glasgow als Geigenmacher nieder, und weil er ein zu allen Kunstfertigkeiten besonders begabter Mann war, erreichte er mit der Zeit eine Meisterschaft im Geigenmachen, sodass er den besten schottischen Geigenmachern an die Seite zu stellen ist. Er ahmte das Stradivari-Modell nach und hatte einen guten, dunkelgelben Oellack. Manche seiner Geigen sehen allerdings aus, als wären sie in Frankreich vorgearbeitet; thatsächlich hatte er auch einen Gehilfen aus Mirecourt, Namens Lamy, und fuhr jährlich ein Mal nach Frankreich, um Einkäufe zu machen. Bei dieser Gelegenheit knüpfte er auch eine warme Freundschaft mit J. B. Vuillaume an.
15Manni, Paolo. — Modena. 1809. 1811.
16Nur Guitarren von ihm sind mir bekannt geworden.
18Manni, Pietro. — Modena. 1827.
19Vielleicht der Sohn Paolo M.'s und wie dieser nur Guitarren- und Mandolinenmacher.
21Mansuy (Mansue). — Paris.
22Geigen von Mirecourter Aussehen, etwa aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammend, tragen diesen Namen.
24Mantegazza.
25Eine Geigenmacherfamilie, deren Name in vielfachen Entstellungen, woran zum Theil die schwankende Schreibweise schuld ist, vorkommt; z. B. Montegarza, Montegrazia, Mantigazia, selbst Menticasia etc.
27Mantegazza, Carlo. — Mailand. 1760.
28Wahrscheinlich einer der Brüder von Pietro Giovanni M. und diesem in der Arbeit nicht unähnlich.
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