Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 429

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

32 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 407. See the scan on archive.org.

1Marechal (Mareschal, Marchal). — Paris. 1786. 1801.
2Geigen von ihm dürften selten vorkommen, da er nur in seinen ersten Jahren solche machte; später war er hauptsächlich Guitarren- und Mandolinenmacher und ist dafür bekannt, dass er 1801 die Guitarre durch Hinzufügung einer sechsten Saite (mi) vervollkommnete. Er schrieb seinen Namen in stets wechselnder Rechtschreibung. Im Hohenzollernmuseum im Schlosse Monbijou (Luisenzimmer) wird eine Guitarre in Lyraform von Birken- und Tannenholz, mit Perlmutter eingelegt, aufbewahrt, mit der Inschrift:
4Marechal Luthier
5à Paris
7Seine Adresse giebt eine Theorbe in Berlin aus der Sammlung Snoeck No. 306:
9Mareschal luthier, rue Rameau, 11 près l'Opera, à Paris
11Eine Viola (Alto) in derselben Sammlung (No. 497) trägt den Zettel:
13Marchal à Paris 1786
15Ob er mit dem Instrumentenmacher Marchal in Nancy, der durch seine tragbaren kleinen Orgeln*) bekannt war, und dem Klaviermacher gleichen Namens in der Rue Neuve le Pelletier in Paris zusammenhängt, lässt sich nicht feststellen.
17Marengo-Rinaldi, Romano. — Turin. Geb. 20. Juni 1866 in Alba (Piemont).
18Sohn eines Kunsttischlers und kurze Zeit Schüler von Enrico Marchetti. Er war dann durch drei Jahre in Paris und London bei Geigenhändlern thätig, wo er sich eine genaue Kenntniss alter Instrumente erwarb. 1889 wurde er Gioffredo Rinaldi's Nachfolger. Er arbeitet nach den von Pressenda stammenden Modellen, wie er auch goldgelben Lack nach Pressenda's Recept anwendet. Er besitzt goldene und silberne Medaillen (von Turin 1898, Paris 1900 etc.).
20Marengo – Romanus – Rinaldi,
21Albensis, fecit Taurini Anno 189
23Maria, Giuseppe da. — Neapel. 1770. 1779.
24Seine wenigen Geigen sind nicht besonders gut, haben aber schönen, orange-gelben Lack. Dagegen sind seine Mandolinen berühmt; ein Prachtexemplar (Mandola) besitzt Gautier in Nizza.
26Joseph di Maria di Napoli in strada S. Pietro a Majella f. in Napoli A. D. 1779
28Mariani, Antonio. — Pesaro. 1636. 1680.
29Seine Zeit wird gewöhnlich fast um 100 Jahre zu früh angenommen; Vidal, Valdrighi u. A. setzen ihn in das Jahr 1570. Dagegen sprechen sowohl seine Geigen als auch seine Zettel. Wenn auf diesen 1619 zu lesen ist, so scheint diese Zahl aus 1649 entstanden zu sein, Uebrigens ist seine Arbeit recht mittelmässig, das Holz unschön und gewöhnlich; die F-Löcher sind roh mit dem Messer ausgeschnitten, die Schnecke ziemlich plumpt. Seine Geigen werden gern für Arbeiten Gaspar da Salò's ausgegeben, obwohl sie wegen ihrer doppelten Eingaben eher an Maggini's Stil erinnern. Er verwendete verschiedene Zettel.
31*) Erfunden von dem Modeneser Barbéri.

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