Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 441

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

27 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 419. See the scan on archive.org.

1Médard, Nicolas III. — Nancy. Getauft 28. Jan. 1628, lebte noch 1672/73 in (der Altstadt) Nancy.
2Sohn von Henri I. M. Sein Beruf steht nicht fest, es ist aber wahrscheinlich, dass er das väterliche Gewerbe fortsetzte, denn nur so liesse sich der lange Zeitraum, in dem mit Nic. Médard bezeichnete Instrumente vorkommen, erklären. Es muss aber noch einen vierten Nicolas M. gegeben haben, und erst auf diesen könnte die Sage, dass er bei Stradivari gelernt hat, passen, obwohl Arbeiten nicht dafür sprechen. Eine sechssaitige Viola von 1701 von Nic. Médard, eingelegt mit Lilien, Frauenköpfcchen im Conservatorium zu Brüssel. Daselbst auch eine 1670 datirte Viola-Alto mit chinesischen Malereien. (S. Abb.)
4Médard, Sébastien. — Paris. Geb. 1546 (?), † 1636.
5Vielleicht ein Sohn von Claude II. M.*), stammt wahrscheinlich aus Nancy, wo er um 1576 geboren sein kann, wenn auch sein Taufschein nicht aufzufinden ist. Dieses Mitglied der berühmten lothringischen Geigenmacherfamilie wurde von einem tragischen Geschicke ereilt, indem er und seine 1601 geborene Tochter Jehanne und deren Liebhaber P. P. Prelasque aus Lyon der Falschmünzerei angeklagt wurden. Séb. M. wurde am 31. Mai 1636 zum Tode verurtheilt, starb aber vor der Hinrichtung, jedenfalls an den Folgen der grausamen Folter, der er unterworfen wurde.
7Meer, Karel van der. — Amsterdam. Geb. 1862 im Haag.
8Er war ursprünglich Musiker, verlegte sich dann auf das Geigenmachen und wurde bereits 1886 Vorsteher der Instrumenten-Werkstatt der Actien-Gesellschaft «De Nieuwe Muziekhandel». Später verband er sich mit van Roosmalen und betreibt jetzt sein Geschäft allein. Er besitzt sehr schönes, 200jähriges Holz und verwendet goldgelben oder rothen Oellack. Aus seiner Werkstatt sind gute Geigen hervorgegangen, meist nach Guarneri del Gesù gemacht, mit breiter Brust. F. Oelsner widmete ihm unter dem Titel: «Ein Meister des Geigenbaus» im Berliner Tageblatt (1900 No. 14) einen Aufsatz.
10KAREL VAN DER MEER.
11Luthier du Conservatoire.
12AMSTERDAM 190
14Meeson, Rich. C. — London. 1885.
15Wohnte als Geigenmacher und -Händler im Jahre 1899 noch 360 Goswell rd. Islington und scheint das Geschäft wieder aufgegeben zu haben. Im Jahre 1885 erhielt er auf der Inv. Exhib. in London eine silberne Medaille für einen verbesserten Bassbalken und andere mit dem Saiten-Instrumentenmachen in Verbindung stehende Vorrichtungen.
17Megells, C. — (Schweden). 1892.
18In einer Geige des Museums in Gothenburg liest man: Repareraad af C. Megells 1892. Die Reparatur ist jedoch unkünstlerisch.
20Meiberi, Francesco. — Livorno. 1745. 1750.
21Da dieser Name auch von Vidal erwähnt wird, soll er hier nicht fehlen, obwohl ich niemals Geigen von ihm gesehen habe und die Form des Namens mindestens für zweifelhaft halte.
23Meier, Karl. — Schönbach b./E. Geb. in Oberschönbach 1867.
24Schüler von Johann Winter und der Musikfachschule in Schönbach. Nach-
26*) Wie Jacquot meint. Jehanne Médard, die sich den Titel Damoiselle beigelegt, sagt jedoch zu ihrer Vertheidigung, dass der Vater ihres Vaters ein Adeliger gewesen sei, ein solcher Namens Nicolas Medard sowie ein Claude (aber nicht Claude II.) wurden 1564 in den Adelstand erhoben.

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