Scan 457
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Miremont, Sébastien. — Mirecourt. Geb. um 1806. Lebte noch 1842.
2Ein gewöhnlicher Mirecourter Geigenmacher, wie es viele giebt.
4Mirzer (?), Jean Michel. — ?.
5Eine Laute im Schlesischen Museum für Kunstgewerbe und Alterthum in Breslau (No. 857) enthält angeblich die Inschrift «Jean Michel Mirzer m'at reparré». Es wird wohl Joh. Mich. Stirtzer heissen müssen.
7Mitchell, George. — Edzell. Geb. 1823 in Coltshill, † 28. Febr. 1897 in Edzell Castle.
8Er war ein guter Geiger und Pfeifer, und als er 1847 das Unglück hatte, einen Finger seiner linken Hand zu verlieren, verlegte er sich auf das Geigenmachen. Seine Geigen, die recht gut sind, hatten Anfangs eine zu hohe Wölbung; später wurden sie flacher. 1887 wurde er zum Aufseher oder Verwalter des Schlosses Edzell ernannt. Er verwendete verschiedene Zettel und verkaufte seine Geigen durchschnittlich zu 20 bis 25 M.
10Miteis, Anton. — Leitmeritz. 1839.
11Schüler von Stauffer in Wien. Er war der Beste unter den älteren Meistern in Leitmeritz. Seine Geigen haben schönen, edlen Ton, sind sehr sauber nach dem Stradivari-Modell in der Form gemacht und zeigen einen röthlichgelben Spirituslack. Er machte auch Geigen nach russischem Modell und in der Form von Guitarren, wobei der Wirbelkasten statt einer Schnecke eine einem Stockgriff ähnliche Form zeigt. Sehr gut sind auch seine zahlreich vorkommenden Guitarren. Eine ungewöhnlich grosse Guitarre von ihm (Maschine und Bünde von Silber, der Hals von Ebenholz mit Elfenbeineinlagen) besitzt Em. E. Homolka in Kgl. Weinberge (Prag).
13Mitterwald, K. — Leibitschgrund (Böhmen). 1895.
14Unbedeutender Musikinstrumentenmacher vom Ende des 19. Jahrhunderts.
16Möckel, Max. — St. Petersburg. Geb. 1873 in Berlin.
17Zweiter Sohn und Schüler seiner Vaters Osw. M. Im Jahre 1897 ging er nach Russland, arbeitete in Warschau und Moskau und zuletzt bei Geisser in St. Petersburg. Am 1. October 1899 eröffnete er seine eigene Werkstatt. Er arbeitet nach Stradivari und besonders nach Guarneri del Gesù und macht im Jahre durchschnittlich 50 Instrumente, die rasch zu guten Preisen verkauft sind. Durch den ersten Leibarzt Dr. Golonin wurde er auf ein im Handel nicht mehr vorkommendes Präparat aufmerksam gemacht, aus dem er in Verbindung mit dem Chemiker Golonin einen trefflichen Geigenlack herstellt, der dem der alten Italiener recht nahekommt. In der Ausarbeitung ist er sehr sorgfältig und be-
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