Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 458

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

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1folgt die von seinem Bruder aufgestellten Regeln, die er in jeder Richtung bestätigt gefunden hat. Er ist jetzt der beste Geigenmacher in Russland.
3Möckel, Oswald. — Berlin. Geb. 7. April 1843 zu Carlsfeld i.S.
4Schüler von Karl Grimm und Christian Adam, an welche beiden seine älteren Arbeiten auch erinnern. Er machte sich 1869 selbstständig und ist jetzt einer der besten Berliner Meister. Er copirt die alten Italiener — wenn auch nicht sklavisch — und macht seine Geigen und Violoncelli ziemlich stark im Holz. In der Wiederherstellung schadhafter Instrumente leistet er Hervorragendes. Er gilt auch als sehr geschickter Bogenmacher.
6Möckel, Otto. — Berlin. Geb. 1869 zu Berlin.
7Schüler seines Vaters Oswald M. Zu seiner weiteren Vervollkommnung ging er für mehrere Jahre nach London, ist jetzt Werkführer bei seinem Vater und sowohl im Neubau wie in der Reparatur von Streichinstrumenten hervorragend tüchtig. Er ist ein feingebildeter Künstler, der auch theoretische Schulung besitzt und die alten italienischen Meister eingehend studirt hat. Er stellte eine neue Theorie der Bearbeitung von Decke und Boden auf, die zu überraschenden Resultaten geführt hat und viel dazu beitragen dürfte, die Grundsätze zu erkennen, nach denen die grössten Geigenmacher gearbeitet haben.
9Möller, A., hat eine Musikinstrumentenwerkstatt in Friedericia.
11Mönnig, Adolf. — Budapest. Debreczin. 1860. † nach 1889 in Debreczin.
12Er kam als Gehilfe aus dem Vogtlande zu J. M. Schunda und Brandl und wurde der Nachfolger des Letzteren. Er war nicht ungeschickt und arbeitete nach Stradivari, Guarneri d. G. und Maggini. Seine Geigen können den besseren vogtländischen gleichwerthig geachtet werden. Er verwendete einen braunen Lack auf gelbem Grund und machte allerlei fruchtlose Versuche, erfand einen Tonverbesserer, den er "Resonator" nannte, kam aber doch auf keinen grünen Zweig, so dass er Anfangs der achtziger Jahre nach Debreczin übersiedelte, wo er bald darauf starb.
14Mönnig. — Markneukirchen.
15Geigenmacher aus dieser Familie sind:
16Mönnig, Ernst Richard, geb. 14. Mai 1850.
17Mönnig, Friedrich Wilhelm, geb. 19. Juni 1864.
18Mönnig, Heinrich Adolf, geb. 16. März 1853.
19Mönnig, Oskar, geb. 8. Oct. 1876. Schüler von E. A. Kretzschmann.
21Moermans, Hans (oder Jan). — Antwerpen.
22Wurde 1570 als Clavecinmacher in die Gilde aufgenommen; lebte noch 1610, wo er als Basssänger im Kirchenchor vorkommt.
24Moers, Jean Henri. — Paris. 1771.
25Er war geschworener Meister der Pariser Lauteamacherzunft für 1771, doch sind Violinen von ihm bisher nicht bekannt geworden.

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